LPI-SHL: Raubüberfall aufgeklärt

Bereits am 15.09.2020 erschienen Mitarbeiter einer Schädlingsbekämpfungsfirma bei einem 77-jährigen Senior aus dem „Angerweg“ in Frankenheim, weil dieser mit einer Wespenplage am Haus zu kämpfen hatte. Die Männer erledigten die Arbeit und folgten anschließend dem Rentner in sein Haus, um sich von ihm die Rechnung begleichen zu lassen. Die geforderten 320 Euro entnahm der Senior vor den Augen der Bekämpfer aus seinem Tresor und übergab es den Männern. Einem Angehörigen, der sich zur Zeit der Wespenbeseitigung an der Wohnanschrift des 77-Jährigen befand, fiel auf, dass die Arbeiten rund um das Insektenproblem sehr unprofessionell erledigt wurden und er notierte sich zur Sicherheit das Kennzeichen des Firmenwagens, nicht ahnend, dass dies im weiteren Verlauf eine wichtige Spur sein sollte. Knapp drei Wochen später, am 06.10.2020, klingelten drei unbekannte maskierte Männer an der Haustür des 77-Jährigen (siehe Pressemeldung vom 06.10.2020). Als der Senior die Tür öffnete hielt ihm einer der Männer einen pistolenähnlichen Gegenstand an den Nacken, lief unmittelbar mit ihm zu seinem Tresor und zwang den Mann, diesen zu öffnen. Die Täter erbeuteten einen fünfstelligen Geldbetrag und flüchteten. Einige Zeugenhinweise gingen ein, erbrachten jedoch nicht den gewünschten Erfolg. Es folgten intensive Ermittlungen der Suhler Kriminalpolizei. Ausgehend von dem notierten Kennzeichen führten die Ermittlungen der Kriminalbeamten über Umwege zu einem weiteren Firmenwagen in Nordrhein-Westfalen, der im späteren Verlauf der Ermittlungen auch am Tattag in Frankenheim gewesen sein muss. In Zusammenarbeit mit den Kollegen der Polizei aus Nordrhein-Westfalen konnten mehrere Männer diesem Fahrzeug zugeordnet werden. Diese wurden im Verlauf der kriminalpolizeilichen Ermittlungen durch ein Familienmitglied des geschädigten Seniors aus Frankenheim wiedererkannt und somit verdichteten sich die Hinweise, dass die Männer aus Nordrhein-Westfalen dringend tatverdächtigt waren, den bewaffneten Raubüberfall am 06.10.2020 begangen zu haben. Aus diesem Grund erfolgte am 26.02.2021 die Durchsuchung der Wohnung eines Tatverdächtigen in Nordrhein-Westfalen. Der 23-jährige Mann konnte angetroffen und festgenommen werden. Er befindet sich seitdem in einer Justizvollzugsanstalt. Über diese polizeiliche Maßnahme erhielt der zweite Täter Kenntnis und ihm gelang zunächst die Flucht. Allerdings konnte auch der 22-Jährige einige Zeit später, am 24.03.2021, festgenommen werden. Der Haftrichter verkündete am 25.03.2021 den Haftbefehl. Er sitzt jetzt in einer Thüringer Justizvollzugsanstalt. Die Ermittlungen der Suhler Kriminalpolizei dauern weiter an.

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