LPI-SLF: Von Zivilstreit zu Polizeigroßeinsatz

Am 18.12.2020 kam es am Mittag zu einem größeren Polizeieinsatz in Steinach. Ein 70-jähriger fühlte sich durch eine Handwerksfirma schlecht und rechtswidrig behandelt, wofür er jedoch keinerlei stichhaltige Beweise hatte. Als die Handwerker nun bei ihm die geforderte Leistung erbringen wollte, eskalierte die Situation. Der 70-jährige stand mit einem Revolver in der Hand an der Wohnungstür, als die Handwerker die Wohnung zur Verrichtung ihrer Arbeit betreten wollten. Da sie davon ausgehen mussten, dass es sich hierbei um eine echte Schusswaffe handelte, zogen sie sich zurück und alarmierten die Polizei. Nach erfolgter Informationsgewinnung wurde bekannt, dass der Mann zwar nicht auf einen der Handwerker direkt zielte, jedoch war aufgrund der Beschreibung der Waffe davon auszugehen, dass es sich durchaus um einen echten Revolver handeln könnte. Aus diversen Möglichkeiten zur Lagebewältigung wurde die mildeste Variante als erfolgsversprechend ausgewählt und stellte sich auch als zielführend heraus. Der 70-jährige konnte telefonisch erreicht werden und nach einem beruhigenden und aufklärenden Gespräch wurde mit ihm vereinbart, dass er sich ohne der Waffe aus dem Haus in die Obhut der vor dem Haus postierten Polizeibeamten begibt. Wie sich herausstellte, handelte es sich bei dem Revolver um eine grundsätzlich erlaubnisfreie Luftdruckwaffe. Die Waffe wurde sichergestellt, gegen den Mann ein Ermittlungsvefahren wegen Bedrohung eingeleitet. Nach Beendigung des Sachverhaltes wurde er aus den Maßnahmen der Polizei entlassen. Zu Schaden ist niemand gekommen.

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