LPI-EF: 74 Haftbefehle in 20 Stunden

Am 08. und 09.09.2020 führte die Landespolizeiinspektion Erfurt Fahndungstage durch. An beiden Tagen wurden konzentriert Haftbefehle in Erfurt, Sömmerda und im Landkreis Sömmerda vollstreckt. Die Polizistinnen und Polizisten aller Dienststellen der Landespolizeiinspektion Erfurt erhielten bei der Erfüllung dieser Aufgabe Unterstützung von der Bereitschaftspolizei Thüringen.

Nach 20 Stunden intensiver Fahndungsmaßnahmen kann die Landespolizeiinspektion Erfurt ein positives Resümee ziehen. Insgesamt wurden 74 Haftbefehle vollstreckt. Davon 65 in Erfurt und neun im Bereich Sömmerda. Die Haftbefehle waren u.a. wegen Ordnungswidrigkeiten, Leistungserschleichung, Diebstahl, Körperverletzung, Betrug, Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und gefährlicher Körperverletzung erlassen worden. Unter den Gesuchten befanden sich 63 Männer und elf Frauen. Ein Großteil von ihnen konnte die geforderte Geldstrafe aufbringen. Insgesamt nahmen die Beamten über 15.000 Euro für die Justizkasse ein. Die höchste verhängte Geldstrafe lag bei über 1.300 Euro. Für 16 Personen, darunter 15 Männer und eine Frau, ging es ins Gefängnis.

„Spitzenreiter“ der Fahndungsmaßnahmen waren drei Männer im Alter von 30,38 und 67 Jahren. Sie brachten es auf jeweils vier Haftbefehle.

Bei der Vollstreckung eines Haftbefehls bei einem 29-jährigen Erfurter machten die Beamten einen überraschenden Fund. Zwar konnte der Mann seine Geldstrafe begleichen, dafür machte sich in der Wohnung aber ein verdächtiger Geruch von Cannabis breit. Neben LSD, Pilzen, einem Einhandmesser, einem Baseballschläger sowie einem Elektroschocker, stellten die Beamten etwa 200 Gramm Cannabisprodukte sicher. Gegen den Mann wurde wegen Drogenhandels erneut Haftbefehl erlassen. Auch für ihn endete der Tag in einem Gefängnis.

Während der Fahndungsmaßnahmen wurden außerdem zwei gestohlene Fahrräder aufgefunden und weitere Anzeigen u.a. wegen dem Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, Waffengesetz und Aufenthaltsgesetz aufgenommen. (JN)

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