NMS: 200424-4-pdnms Vorstellung des Jahresverkehrsberichts 2019 für die Stadt Neumünster und den Kreis Rendsburg-Eckernförde

Im Stadtgebiet von Neumünster stieg die Gesamtunfallzahl gegenüber 2018 um 152 Unfälle an, allerdings sank gleichzeitig die Anzahl der qualifizierten Verkehrsunfälle um die Anzahl von 10. Resultierend aus diesen Unfällen gab es in der Kategorie „leicht verletzt“ einen Zuwachs von 42 Verkehrsteilnehmern,, die Zahl der Kategorie „schwer verletzt“ reduzierte sich allerdings um die Zahl 12. Wurden 2018 noch zwei Personen bei Verkehrsunfällen getötet, verstarb 2019 eine Person. Alle drei tödlichen VU der Jahre 2018 und 2019 ereigneten sich auf der B 205 zwischen den Anschlussstellen „Altonaer Straße“ und „NMS-Gadeland“. Hauptunfallursachen sind Fehler beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren, die Missachtung der Vorfahrt und fehlender oder unzureichender Sicherheitsabstand. Es folgen die Überschreitung der Geschwindigkeit und unzulässige Straßenbenutzung. Im Jahre 2019 sank die Zahl der Unfälle mit Fußgängern erneut, diesmal um fast 10 % (vier Fälle). Die Radfahrerunfälle sanken ebenfalls (von 174 auf 165 Verkehrsunfälle). 2019 wurden, wie im Vorjahr, 14 Pedelecunfälle aufgenommen. Bei 35 % der Verkehrsunfälle mit Radfahrerbeteiligung wurde der Verkehrsunfall vom Radfahrer selbst verursacht. Als Hauptunfallursache gilt die unzulässige Benutzung linksseitiger Rad- oder Gehwege. Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Kinderbeteiligung stieg im vergangenen Jahr um 41 %. Bei diesen 62 Verkehrsunfällen wurden 61 Kinder verletzt. Die größte Risikogruppe nach Alter stellen die 10 bis 14-Jährigen mit insgesamt 40 Verletzten. Nach der Art der Verkehrsbeteiligung sind Kinder vorrangig als Radfahrer gefährdet, gefolgt von der Beteiligung als Mitfahrer und nachrangig als Fußgänger.

Kreis RD-ECK

Die Anzahl der aufnahmepflichtigen Verkehrsunfälle sank um 124 auf 1.368 Unfälle in 2019 (-8,3 %). Auf 1.267 stieg die Zahl der Verunglückten an (1254 im Jahr 2018 / plus 13 Fälle / +1,0 %). 1.021 Menschen wurden leicht, 241 schwer verletzt. Fünf Menschen wurden getötet (zehn in 2018). Gleichzeitig stieg die Gesamtzahl der registrierten Verkehrsunfälle um 36 auf 7.460 an (+0,5 %). Zu den bedeutenden Ursachen aufnahmepflichtiger Unfälle zählen Fehler beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren, die Missachtung der Vorfahrt und die nicht angepasste / überhöhte Geschwindigkeit. Es folgen die fehlerhafte Straßenbenutzung (Missachtung des Rechtsfahrgebots) und der ungenügende Sicherheitsabstand. In knapp acht Prozent der Fälle ist der Unfall auf den Einfluss von Alkohol oder sonst berauschender Mittel zurückzuführen. Im vergangenen Jahr wurden 85 Verkehrsunfälle mit Fußgängerbeteiligung aufgenommen, 15 mehr (+21,4 %) als 2018. Dabei verunglückten 80 Fußgänger; 58 wurden leicht und 20 schwer verletzt, sowie 2 getötet. In 27 Fällen war falsches Verhalten der Fußgänger unfallursächlich. Fahrzeugführer setzten Unfallursachen durch Fehler beim Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren oder falsches Verhalten gegenüber Fußgängern. Verkehrsunfälle mit Radfahrerbeteiligung waren 2019 um 37 Fälle auf 365 (+11,2 %) gestiegen. Jeder vierte Unfall ereignete sich unter Beteiligung von Radfahrern. In rund 50 % der Verkehrsunfälle mit Radfahrerbeteiligung ist der Radfahrer hauptverantwortlich. Als Hauptunfallursache gilt die falsche Straßenbenutzung (Fahren auf der falschen Seite oder unzulässige Benutzung des Geh- oder Radwegs). In 8 % der Unfälle spielen Alkohol oder sonst berauschende Mittel eine Rolle. Bei insgesamt 91 Verkehrsunfällen mit Beteiligung von Kindern wurden 103 Kinder verletzt (112 in 2018).

Mit freundlichen Grüßen

Sönke Petersen

Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration

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