HL: OH – Gremersdorf Alkoholisierter norwegischer Motorradfahrer nach Sturz unverletzt

Am frühen Donnerstagmorgen, 23.06.2022, ist auf der K 41 in Höhe Gremersdorf ein Motorradfahrer aus Norwegen mit seinem Motorrad ohne Beteiligung weiterer Fahrzeuge gestürzt, wobei er unverletzt blieb. Beim Fahrer stellte die Polizei Atemalkohol fest, ein vorläufiger Wert ergab 1,72 Promille.

Gegen 02.40 Uhr teilte ein Verkehrsteilnehmer der Polizei mit, dass er kurz zuvor auf der K 41, zwischen den Ortschaften Dazendorf und Kembs, einen Motorradfahrer sowie ein auf der Fahrbahn liegendes Motorrad mit norwegischem Kennzeichen angetroffen hatte. Der Zeuge hatte seine Hilfe angeboten, was jedoch von dem Motorradfahrer abgelehnt worden war. Des Weiteren äußerte der Zeuge den Verdacht, dass der Fahrer alkoholisiert sei.

Nach kurzer Zeit traf eine Streife des Polizeireviers Heiligenhafen am Einsatzort ein und befragte den 53-jährigen Motorradfahrer, bei dem es sich um einen norwegischen Staatsangehörigen handelte, der augenscheinlich unverletzt war. Die Maschine des Norwegers, eine Yamaha Tenere 700, lag zu diesem Zeitpunkt quer zur Fahrbahn auf dem Asphalt und war nur leicht beschädigt. Hinweise auf weitere Fahrzeuge, die möglicherweise an dem Sturz der Yamaha beteiligt waren, konnten nicht erlangt werden.

Im Verlauf des Gespräches stellten die Beamten deutlichen Atemalkoholgeruch bei dem Norweger fest, der nach den rechtlichen Belehrungen seine Version des Geschehens schilderte: Demnach habe er in einem unachtsamen Moment die Kontrolle über sein Motorrad verloren und sei daraufhin gestürzt. Als er es nicht geschafft habe, die Maschine wieder aufzurichten und als auch nach Stunden keine anderen Verkehrsteilnehmer vor Ort vorbeigefahren seien, habe er aus Frust angefangen, Bier zu trinken. Die dazugehörigen leeren Bierdosen habe er dann in das angrenzende Feld geworfen, auf dem die Beamten jedoch später keine einzige Dose feststellen konnten.

Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen vorläufigen Wert von 1,72 Promille, was in diesem Fall die Entnahme von zwei zeitversetzten Blutproben zur Folge hatte.

Neben der Blutprobenentnahme wurden als weitere Maßnahmen der Führerschein beschlagnahmt und eine Sicherheitsleistung von 1.200 Euro erhoben, die von dem 53-jährigen Fahrer in bar bezahlt wurde.

Gegen den Fahrer wird nun wegen des Verdachts der Trunkenheit im Straßenverkehr ermittelt.

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