Lübeck – St. Lorenz Polizeianwärter auf erster Bewährungsprobe

Am Montag (13.06.2022) führte das 2. Polizeirevier Lübeck unter der Führung der angegliederten Polizeistation Buntekuh die monatlichen Fahrradkontrollen im Revierbereich durch. Unterstützung bekamen die fünf Beamtinnen und Beamten dieses Mal von einer Ausbildungsgruppe der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung (PD AFB) aus Eutin und dem kommunalen Ordnungsdienst der Hansestadt Lübeck.

Zwischen 07:00 Uhr und 10:30 Uhr stellten sich 20 junge Anwärterinnen und Anwärter zusammen mit ihren vier Ausbildern und den hiesigen Kollegen sowie drei Mitarbeitern des Ordnungsamtes an verschiedenen Stellen auf, um den morgendlichen Radfahrverkehr unter die Lupe zu nehmen. Der Schwerpunkt lag für die „Polizei-Azubis“ in der praxisnahen Übung von Kontrollen und dem damit verbundenen Kennenlernen des realen Bürgerkontaktes.

Dennoch: Auch die Ahndung von etwaigen Verstößen sollte geübt und vertieft werden. So wurden im Bereich der Emil-Possehl-Schule und der angrenzenden Friedrich-List-Schule, am Lindenplatz, am Kreisverkehr Ziegelstraße, in der Fackenburger Allee sowie in der Schwartauer Allee insgesamt 373 Radfahrende kontrolliert.

Bei rund einem Drittel der in Augenschein genommenen Drahtesel kam es zu Beanstandungen an der Ausrüstung. Während kleinere Mängel (z.B. fehlender Reflektor) überwiegend mit einer mündlichen Verwarnung geahndet wurden, mussten aber auch 19 so genannte Kontrollberichte ausgestellt werden. An diesen Rädern waren die Mängel von größerem Umfang, wie etwa eine gänzlich fehlende Beleuchtung, eingerissene Reifen oder gar gebrochene Speichen.

Zwei Radfahrende nutzten verbotener Weise während der Fahrt ihr Mobiltelefon, vier weitere fuhren auf dem Gehweg und nochmals vier entgegen gesetzt der vorgeschriebenen Fahrtrichtung. Hier wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Etwas deutlicher trifft es zwei Führer von E-Scootern. Es fehlte der erforderliche Versicherungsschutz. Einer der Scooter wies zudem eine deutlich höhere Geschwindigkeit als die maximal zulässigen 20 Km/h auf. Es besteht hier der Verdacht des Führens eines Fahrzeugs ohne Fahrerlaubnis. Strafanzeigen wurden gefertigt.

Ein Kontrollierter führte Utensilien zur Verarbeitung von Betäubungsmitteln und daran anhaftend eine geringe Restmenge von Marihuana mit sich. Gegen ihn wurde ebenfalls ein Strafverfahren wegen des Verdachts des illegalen Besitzes von Betäubungsmitteln eingeleitet.

Insgesamt hat es allen Beteiligten Spaß gemacht und die gelernten Ausbildungsinhalte konnten in der Praxis umgesetzt werden. Auch kamen aus der Bevölkerung positive Rückmeldungen: So von einem Urlauberpaar aus Stuttgart, die sich derartige Kontrollen für ihre Stadt wünschen würden. Sie lobten zudem die im Vergleich zu Stuttgart gut ausgebauten Radwegführungen in Lübeck.

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