Kiel: Zeugen greifen in Streit in der Kieler Innenstadt ein

Am späten Montagabend nahm die Polizei einen 19-jährigen Mann vorläufig fest, der im Verdacht steht, seiner 18-jährigen Ex-Freundin in der Kieler Innenstadt auf offener Straße ihr Smartphone entwendet und sie geschlagen zu haben. Zwei Zeugen, die in die Situation eingriffen, habe er mit einer Schreckschusspistole bedroht. Der Rettungsdienst brachte die 18-Jährige mit Gesichtsverletzungen in ein Krankenhaus.

Gegen 22:40 Uhr meldeten Zeugen der Regionalleitstelle Mitte einen mutmaßlichen Streit zwischen einem Mann und einer Frau in der Andreas-Gayk-Straße. Die junge Frau hätte um Hilfe geschrien und Verletzungen in ihrem Gesicht gehabt. Als die Zeugen die streitenden Angesprochen hätten, habe der 19-Jährige eine Pistole hervorgeholt und sie aufgeforderte, weiterzufahren.

Umgehend entsendete die Leitstelle Beamtinnen und Beamte des Polizeibezirksreviers (PBR), des 1. Polizeireviers und des Kriminaldauerdienstes zum Einsatzort.

Die beiden 21-jährigen Zeugen hatten zwischenzeitlich, nachdem der Beschuldigte in Richtung Europaplatz davongegangen sei, die Frau in ihren PKW geholt, um sie in Sicherheit zu bringen.

Zwei Diensthundeführer des PBR konnten den 19-jährigen Beschuldigten im Rahmen der Fahndung und aufgrund der guten Personenbeschreibung der Zeugen wenig später in der Straße Lange Reihe vorläufig festnehmen. Er händigte ihnen eine Schreckschusspistole aus, die sie sofort sicherstellten.

Die Beamtinnen und Beamten entließen den Beschuldigten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen. Haftgründe lagen nicht vor.

Weil der Beschuldigte seiner Ex-Freundin ihr Smartphone weggenommen und sie mehrmals ins Gesicht geschlagen habe, muss er sich nicht nur in einem nunmehr eingeleiteten Strafverfahren wegen des Verdachts der Bedrohung zum Nachteil der Zeugen, sondern auch wegen des Verdachts des schweren räuberischen Diebstahls und der Körperverletzung verantworten.

Der Rettungsdienst brachte die Geschädigte aufgrund ihrer Verletzungen zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.

Magnus Gille

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