KI: Gesuchter Mann zwingt Zug zur Schnellbremsung

Am Mittwochmorgen gegen 08:00 Uhr wurde die Bundespolizei im Hauptbahnhof Kiel über eine hilflose Person auf dem Bahnsteig, durch einen Bürgerhinweis, in Kenntnis gesetzt. Auf dem Weg erkannten die Beamten schon von weitem eine Person, die in den Gleisen lag.

Auf Zuruf der Streife stand der Mann plötzlich auf und ging im Gleis in Richtung Gablenzbrücke weiter. Im selben Moment fuhr der Regional-Express aus Hamburg ein. Die eingesetzten Bundespolizisten erkannten die Gefahrensituation und gaben dem einfahrenden Zug das Nothaltesignal. Der Triebfahrzeugführer erkannte das Notsignal und leitete sofort eine Schnellbremsung ein, sodass es zu keinem Zusammenstoß zwischen Person und Zug kam.

Nachdem der Zug zum Stehen kam, wurde der augenscheinlich angetrunkene Mann aus den Gleisen verbracht und mit auf die Wache genommen. Dort konnte dann die Identität des Mannes festgestellt sowie ein freiwilliger Atemalkoholtest durchgeführt werden. Der Atemalkoholwert lag bei 1,62 Promille und die Überprüfung der Personalien ergab dann auch noch eine Fahndungsnotierung. Der 36-jährige Mann wurde durch die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wegen Erschleichen von Leistungen per Haftbefehl gesucht. Dem polnischen Staatsangehörigen wurde der Haftbefehl eröffnet und Gelegenheit gegeben, die Geldstrafe in Höhe von 600,-EUR zu begleichen, um so der Freiheitsstrafe von 40 Tagen zu entgehen. Da er das Geld nicht aufbringen konnte, wurde er durch die Bundespolizei in eine Justizvollzugsanstalt verbracht.

Der Lokführer gab später zu Protokoll, dass er ohne das Notsignal des Bundespolizisten, die Gefahr nicht erkannt hätte und es vermutlich zu einer Kollision gekommen wäre.

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