SH: Bilanz der Schwerpunktwoche Handy und Gurt: „Focus on the road“

Im Rahmen der europaweiten ROADPOL-Kontrollwoche vom 14.09.2020 bis 20.09.2020 führte die Landespolizei verstärkt Verkehrskontrollen durch. Im Fokus der Kontrollen standen Geschwindigkeitsverstöße, Verstöße gegen die Gurtpflicht und Verstöße gegen das Handyverbot am Steuer (Ablenkung am Steuer).

Hier die Gesamtbilanz der gesamten Kontrollwoche:

– Insgesamt wurden rund 8000 Fahrzeuge kontrolliert,
– dabei wurden insgesamt 10988 Geschwindigkeitsverstöße und 805
Gurtverstöße festgestellt, in 16 Fällen wurden Kinder nicht
ordnungsgemäß gesichert,
– in 835 Fällen waren Verkehrsteilnehmer durch die verbotene
Nutzung von Mobiltelefon etc. abgelenkt und müssen nun mit einem
Bußgeld rechnen,
– in 43 Fällen endete für die Fahrzeugführer die Fahrt, da sie
unter Alkohol- oder Drogeneinfluss standen. Sie müssen nun mit
Bußgeld- bzw. Strafverfahren oder einer längeren Zwangspause als
Autofahrer rechnen. In 29 Fällen wurde die Weiterfahrt wegen
fehlender Fahrerlaubnis unterbunden und entsprechende
Strafanzeigen gefertigt.
Die Landespolizei hat 2019 über 14.000 Verstöße gegen die Gurtpflicht festgestellt. Die passiven Sicherheitssysteme moderner Kraftfahrzeuge (Airbag, Gurt, Gurtstraffer etc.) können nur im Zusammenwirken optimal funktionieren und größtmöglichen Schutz der Insassen bieten. Sicherheitsgurte retten Leben! Die Schwere der Unfallfolgen hängt oftmals davon ab, ob ein Sicherheitsgurt angelegt war oder nicht. Ein besonderes Augenmerk gilt hier der ordnungsgemäßen Sicherung von Kindern in Kraftfahrzeugen, da unter den Mitfahrern, die in Kraftfahrzeugen verletzt werden, die Anzahl von Kindern seit Jahren anhaltend hoch ist (2019: 563 verunglückte Kinder als Mitfahrer). Verstöße gegen die Gurtpflicht werden mit 30 EUR Verwarnungsgeld geahndet, wer Kinder im Fahrzeug nicht sichert, muss mit bis zu 70 EUR Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen.

Zweiter Schwerpunkt der Kontrollaktion war das Thema Ablenkung, also die verbotswidrige Nutzung von Handy, Smartphone und Co. am Steuer. 2018 telefonierten oder tippten 16.509 Fahrzeugführer während der Fahrt, 2019 waren es schon 17.438. Auch in diesem Jahr zeigt sich nach aktuellen Daten, dass die Kontrollen notwendig sind. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 wurden bereits 7.343 Verstöße aufgedeckt.

Rückfragen bitte an:

Marcel Schmidt – Pressesprecher –
Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration
Schleswig-Holstein
Landespolizeiamt
Mühlenweg 166
24116 Kiel
Telefon: +49 (0)431 160 61420