IZ: 210527.1 Brunsbüttel: Unerlaubter Umgang mit Abfall

Am Mittwoch haben Beamte des Wasserschutzpolizeireviers in Brunsbüttel ein Schiff überprüft und dabei festgestellt, dass von dort ein Gemisch mehrerer Substanzen unerlaubt in die Nordsee geleitet wurde. Die Einsatzkräfte fertigten eine Strafanzeige und nahmen eine Sicherheitsleistung.

Nach der Meldung eines auffälligen Fahrtverlaufes eines Motorschiffes durch das Maritime Sicherheitszentrum in Cuxhaven haben Beamte die „Key Marmara“, Heimathafen Valletta, Flagge Malta, im Hafen von Brunsbüttel aufgesucht und überprüft.

Die Kontrolle führte zu Tage, dass Verantwortliche ein während des Tankwaschens und Entrostens mit 80 Liter Waschadditive und 400 Liter Phosphorsäure entstandenes Gemisch in der Nordsee verklappt hatten. Dem Kapitän und dem technischen Offizier warfen die Beamten hiernach eine Straftat, den unerlaubten Umgang mit Abfall, vor. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft in Hamburg ordnete das Amtsgericht Itzehoe die Einziehung zweier Sicherheitsleistungen in Höhe von 3.000 EUR von dem Kapitän und in Höhe von 2.000 EUR von seinem Offizier an.

Letztlich waren die Ladetanks dem Verlader trotz der Reinigung zu rostig und er befürchtete, dass es aufgrund der verwendeten Waschadditive zu Verunreinigungen der Ladung kommen könnte. Ein Transport von Ladung mit dem Schiff untersagte der Verlader.

Merle Neufeld

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