SE: Norderstedt. Nachtrag zum Bahnunfall am Haltepunkt Friedrichsgabe – Mutter und Kind stabil in stationärer Behandlung

Zur untenstehenden Meldung wird ergänzend mitgeteilt, dass sich das 19 Monate alte Kind auch weiterhin außer Lebensgefahr und in einem stabilen Gesundheitszustand befindet. Es wird gemeinsam mit der bei diesem Unfall ebenfalls verletzten Mutter stationär versorgt.

Mit ersten gutachterlichen Erkenntnissen wird nicht vor Mitte der nächsten Woche gerechnet.

Ursprüngliche Meldung:

POL-SE: Norderstedt. Unfall auf Bahnsteig – Anfahrende Bahn schleift 19 Monate alten Jungen im Kinderwagen mit

Bad Segeberg Am gestrigen Donnerstag (01.10.2020) gegen 17:35 Uhr hat sich in Norderstedt auf dem Bahnsteig der AKN-Haltestelle „Friedrichsgabe“ ein Unfall mit einem schwer verletzten Kleinkind ereignet. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei verließ die 34jährige Mutter aus Norderstedt rückwärtsgehend den hinteren Zugabteil der AKN-Bahn und zog einen dreirädrigen Kinderwagen hinterher, in welchem sich ein 19 Monate alter Junge in der Sitzschale angeschnallt befand. Noch bevor beide den Zug komplett verlassen hatten, schlossen sich die Türen und der Zug setzte sich in Richtung Hamburg in Bewegung. Das vordere Rad des Kinderwagens wurde von der Abteiltür eingeklemmt und ließ sich auch nicht mehr lösen. Der Kinderwagen wurde über den Bahnsteig und etwa zwanzig Meter mitgeschleift, ehe ein Bahnreisender die Notbremse betätigte. Durch den Nothalt öffneten sich die Türen des Zuges automatisch, was den Sturz des Kindes kopfüber mitsamt des Kinderwagens in das Gleisbett zur Folge hatte. Der Junge wurde durch den Aufprall und das Mitschleifen schwer aber nicht lebensbedrohlich verletzt und nach den Rettungsmaßnahmen und Versorgung durch ein Notarztteam in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Feuerwehr Friedrichsgabe leistete Hilfestellung beim Ausstieg der weiteren etwa 40 Fahrgäste der AKN-Bahn und bei der Rückführung auf den etwa 20 Meter entfernten Bahnsteig. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Kiel wurde zur Rekonstruktion des Hergangs ein Sachverständiger zur Unfallstelle entsandt. Während der Unfallaufnahme wurde die Strecke in beide Richtungen eingleisig bedient, es kam zu Verspätungen im Betriebsablauf. Um 20:05 Uhr wurde die Strecke wieder freigegeben.

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Kai Hädicke-Schories
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