MD: Fahrtausschluss aufgrund ungebührlichen Verhaltens und gleich mit zwei Haftbefehlen gesucht

Ein 40-jähriger Mann hatte am Freitag, den 27. Mai 2022 gleich doppeltes Pech: Der Deutsche war stark angetrunken in einer Regionalbahn unterwegs und belästigte mit seinem ungebührlichen Verhalten andere Reisende. Daraufhin schloss die Kundenbetreuerin der Bahn den Störenfried gegen 21:00 Uhr von der Weiterfahrt aus und bat die Bundespolizei am Hauptbahnhof Dessau hierbei um Unterstützung. Nach Ankunft des Zuges auf Bahnsteig 7 geleitete eine Streife den Mann aus dem Zug und kontrollierte ihn. Die sich anschließende Überprüfung seiner Personalien im Fahndungssystem der Polizei ergab gleich zwei Haftbefehle von der Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau: Zum einen verurteilte ihn das Amtsgericht Köthen bereits im Jahr 2018 wegen Betruges zu einer Geldstrafe von 900 Euro beziehungsweise einer Ersatzfreiheitsstrafe von 60 Tagen. Hierbei zahlte der Gesuchte lediglich 675 Euro. Weitere Zahlungen gingen nicht ein und er stellte sich trotz Ladung auch nicht dem Strafantritt zu den verbleibenden 15 Tagen, wonach im Dezember 2021 der Vollstreckungshaftbefehl erging. Zum anderen ordnete das Amtsgericht Bitterfeld-Wolfen aufgrund eines Ordnungswidrigkeitsverfahren im September 2021 15 Tage Erzwingungshaft an. Diese konnte der Mann mit der Zahlung von weiteren 750 Euro entgehen. Die Bundespolizisten er-öffneten ihm die beiden Haftbefehle und nahmen ihn fest. Da es dem Gesuchten nicht gelang, die insgesamt 975 Euro zu begleichen, wurde er am selbigen Abend noch an die Justizvollzugsanstalt Halle übergeben.

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