MD: Wütend weil kein Zug mehr fuhr: Mann mit Schottersteinen in der Hand leistet Widerstand

Weil kein Zug mehr fuhr, rastete am Dienstagabend, den 22. Februar 2022 ein 22-Jähriger aus. Der Mann meldete sich zunächst gegen 22:15 Uhr im Bundespolizeirevier Halberstadt und beschwerte sich, dass sich bei einer Bahn, welche in Richtung Oschersleben fuhr, die Türen bei seiner Ankunft bereits geschlossen hatten und der Zug ohne ihn losgefahren sei. Er drohte an, falls er nicht mehr nach Hause käme, andere Züge mit Schottersteinen zu bewerfen. Eine halbe Stunde später stellte eine Streife den Mann erneut im Bahnhof Halberstadt fest. Er gestikulierte lautstark, schimpfte und hatte tatsächlich mehrere Schottersteine in der Hand. Da er der Aufforderung, die Steine wegzulegen, nicht nachkam, nahmen die Bundespolizisten ihm die Steine ab. Bei der sich anschließenden Identitätsfeststellung beleidigte er die Einsatzkräfte massiv und verweigerte mehrfach die Herausgabe eines Dokuments. Die Situation spitzte sich weiter zu: Der Mann nahm mit seinen Armen eine Schlaghaltung ein, woraufhin er fixiert und gefesselt werden sollte. Gegen diese polizeiliche Maßnahme wehrte er sich heftig und riss sich mehrfach los. Erst durch den zuvor angedrohten Einsatz des dienstlichen Pfeffersprays konnte der Widerstand gebrochen und der Mann gefesselt werden. Ein sofort hinzugezogener Notarzt leitete die ersten Hilfemaßnahmen ein. Auch im Rettungswagen verhielt sich der Mann weiter aggressiv und beleidigte alle Beteiligten. Zudem weigerte er sich den Rettungswagen wieder zu verlassen, obwohl kein ärztlicher Befund vorlag. Er musste nach Abschluss der Behandlung herausgetragen werden. Während der polizeilichen Maßnahmen verletzte sich auch ein Bundespolizist. Er brach seinen Dienst ab und ist derzeit nicht dienstfähig. Den Tatverdächtigen aus Kamerun erwarten Strafanzeigen wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung.

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