BPOLI MD: Schwarzfahrt, Urkundenfälschung, Ausweismissbrauch, Diebstahl, Unterschlagung, Drogen und Untersuchungshaftbefehl

Lutherstadt Wittenberg, Berlin (ots)

Am Freitag, den 11. Juni 2021 wurde die Bundespolizei in Dessau am Vormittag durch die Landespolizei Wittenberg über einen Schwarzfahrer in einem ICE auf der Strecke Berlin – Lutherstadt Wittenberg informiert. Der Reisende führte keinen gültigen Fahrschein bei sich, was ein Zugbegleiter feststellte. Ein sich im ICE befindlicher Bundespolizist kontrollierte den Mann. Dieser wies sich mit einem österreichischen Reisepass aus. Bei dem Abgleich des Lichtbildes im Pass stellte sich jedoch heraus, dass es sich nicht um den Mann im Zug handelte. Somit bestand neben des Verdachtes der Leistungserschleichung, der Verdacht der Urkundenfälschung sowie des Ausweismissbrauchs. Daraufhin wurde die Landespolizei hinzugezogen, die wiederum die Bundespolizei mit einbezog. Der Mann wurde zum Revier nach Wittenberg mitgenommen. Bei der sich anschließenden Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte zwei Krankenkarten sowie eine Geldkarte, welche jeweils auf andere Namen ausgestellt waren. Zudem stellten die Polizisten eine geringe Menge an Drogen, vermutlich Crystal, bei dem Mann fest. Der Reisepass, die Kranken- und Geldkarten und die Drogen wurden sichergestellt und weitere Strafanzeigen wegen Unterschlagung, Diebstahl und eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz gefertigt. Doch damit nicht genug. Nachdem die wahre Identität des 39-jährigen Weißrussen mittels Fingerabdruckvergleich feststand, wurden seine Personalien im polizeilichen Fahndungssystem abgefragt. Dies ergab zwei Aufenthaltsermittlungen des Landkreises Anhalt-Bitterfeld sowie der Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau und einen Untersuchungshaftbefehl des Amtsgerichtes Berlin Tiergarten. vom März dieses Jahres. Demzufolge hatte er sich ebenfalls wegen Beleidigung, Bedrohung sowie gefährlicher Körperverletzung strafbar gemacht. Da er keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, sich verborgen hielt und sich damit der Strafverfolgung entzog, erging der Haftbefehl. Daher wurde der Mann festgenommen und an das Zentrale Polizeigewahrsam in Berlin übergeben. Von dort aus erfolgt die Vorführung vor dem zuständigen Haftrichter, der über den Verbleib des mehrfach polizeilich in Erscheinung getretenen Mannes entscheiden wird.

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