SL: Erneute Welle betrügerischer Anrufe im Saarland/Polizei warnt und rät zur Vorsicht

Im Verlauf des gestrigen Dienstags (31. August 2021) erreichten die Polizei saarlandweit mehr als 30 Anzeigen von Bürger:innen, die betrügerische Schockanrufe erhielten. Vorsicht zahlte sich aus, in allen uns bekannten Fällen wurde der Betrug erkannt und kein Geld herausgegeben.

Die Betrüger gaben sich am Telefon in allen Fällen als ärztliches Personal des Winterbergklinikums aus. Es hieß, dass ein naher Angehöriger, meist der Sohn oder die Tochter des/der Angerufenen, an Corona erkrankt sei und sich nun auf der Intensivstation befände. Der Zustand des jeweiligen Patienten sei kritisch, es sei mit dem Ableben zu rechnen, weswegen dringend ein Medikament zur Behandlung benötigt würde. Die Kosten für das Medikament müssten die Angehörigen sofort bezahlen, ansonsten könnte die Behandlung nicht stattfinden. Als Behandlungskosten wurde ein fünfstelliger Eurobetrag genannt, der am Winterbergklinikum übergeben werden sollte.

Das sollten Sie beachten:

– Seien Sie misstrauisch gegenüber Anrufern, die die angebliche
Notlage eines Angehörigen schildern und sich als Amtsperson oder
Arzt ausgeben!
– Sollte der Anrufer von Ihnen Geld verlangen, legen Sie sofort
auf und heben Sie bei weiteren Anrufversuchen nicht mehr ab!
– Wenden Sie sich an den angeblich Betroffenen oder andere
Vertrauenspersonen unter den Ihnen bekannten und benutzten
Nummern, um die angebliche Notlage aufzuklären!
– Notieren Sie sich die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons
angezeigten Nummern des Anrufers.
– Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen
Verhältnissen preis!
– Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen!
Sollten Sie Opfer eines Betruges geworden sein, melden Sie den Vorfall der Polizei.

Rückfragen von Medienvertretern bitte an:

Landespolizeipräsidium Saarland
Johanna Gräve
Mainzer Straße 134-136
66121 Saarbrücken
Telefon: 0681/962-8018
E-Mail: lpp-pressestelle@polizei.slpol.de