Ludwigshafen/ Rhein-Pfalz-Kreis – Mehrfacher Fall von Schockanrufen – Schaden in letztem Moment verhindert

Im Stadtbereich Ludwigshafen sowie im Rhein-Pfalz-Kreis kam es im Verlauf des gestrigen Tages (02.06.2022) zu mehreren Schockanrufen: den Angerufenen wird auf teils dramatische Weise und durch weinende Personen mitgeteilt, dass ein Angehöriger in einen Verkehrsunfall verwickelt sei, bei welchem eine Person verstorben sei. Um einen Gefängnisaufenthalt für den jeweiligen Angehörigen abzuwenden, soll in jedem Fall eine hohe Geldsumme als Kaution gezahlt werden. Die meisten Angerufenen erkannten den Betrug sofort und beendeten richtigerweise das Gespräch.

Eine 68-Jährige war jedoch derart erschrocken über diesen Anruf, dass sie, nachdem auch eine angebliche Staatsanwältin die Frau kontaktiert hatte, einen Betrag von 12.000EUR bei der Bank abhob. Während die angebliche Staatsanwältin durchgehend mit der 68- Jährigen telefonierte und sie anwies das Geld an einem ausgemachten Treffpunkt zu übergeben, kamen der Dame Zweifel. Nach Rücksprache mit ihrer Tochter, welche den Unfall verursacht haben sollte, konnte sie sich überzeugen, dass es sich hierbei um einen Betrug handelte. Eine Übergabe des Geldes wurde rechtzeitig verhindert.

Beachten Sie die Tipps Ihrer Polizei, um sich vor Betrug am Telefon zu schützen:

– Legen Sie den Hörer auf! Das ist nicht unhöflich.
– Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotrufnummer 110
an.
– Übergeben Sie nie Geld oder Wertsachen an Unbekannte!
– Die Polizei wird Sie niemals dazu auffordern, Geld oder
Wertsachen herauszugeben.
– Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon mit den
Worten „Rate mal, wer hier spricht!“ oder ähnlichen
Formulierungen meldet, ohne sich selbst namentlich vorzustellen.
– Nutzen Sie nicht die Rückwahltaste! Geben Sie bei Rückfragen an
die Polizei die Telefonnummer der örtlichen Dienststelle selbst
über die Tasten ein.
– Erstatten Sie Anzeige, falls Sie Opfer geworden sind!
– Im Notfall wählen Sie die 110, Notruf Polizei!
Auf der Internet-Seite www.polizei-beratung.de finden Sie umfangreiche Informationen zu diesem Thema.

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Rheinpfalz
Pressestelle
Franziska Ratz
Telefon: 0621-963-1500
E-Mail: pprheinpfalz.presse@polizei.rlp.de