PPRP: Vortäuschen einer Autopanne – Trickbetrüger seit November 2020 mit derselben Masche unterwegs

Er spielt eine angebliche Notsituation vor. Sein Auto habe eine Panne. Er fragt nach Kleingeld oder der Nummer vom ADAC. Manchmal lässt er sich in diesem Zusammenhang auch Kleingeld wechseln. Das Ergebnis ist oft dasselbe: Den hilfsbereiten, meist lebensälteren Menschen fehlt beim späteren Blick in das Portemonnaie Geld.

Seit November 2020 wurden der Polizei bisher neun solcher Betrugsmaschen gemeldet. Dabei entstand insgesamt ein Schaden von rund 2.000 Euro.

Die Täterbeschreibungen lassen die Vermutung zu, dass es sich um ein und denselben Mann handelt, welcher im Bereich Ludwigshafen und dem Rhein-Pfalz-Kreis diese Trickdiebstähle begeht. Er soll 40-50 Jahre alt und 1,70m groß sein, eine eher schlanke Statur und eine Halbglatze haben. Das übrige schwarze Haar trägt er kurz. Seine Kleidung wirkt gepflegt und sorgsam ausgewählt: oft trägt er ein Hemd, ab und zu sogar einen Anzug.

Melden Sie bitte jeden verdächtigen Sachverhalt sofort bei Ihrer Polizeidienststelle oder über Notruf 110.

Trickdiebstahl in Wohnungen, aber auch auf der Straße ist ein Phänomen, von der fast ausschließlich ältere Menschen betroffen sind. Unter Vortäuschen von Notlagen, einer offiziellen Funktion oder Vortäuschen einer persönlichen Beziehung zum Opfer versuchen die Täter sich Zutritt zur Wohnung oder Vertrauen zu verschaffen. Hierbei werden skrupellos und zielgerichtet das Alter, die Gebrechlichkeit und die Gutgläubigkeit des Opfers ausgenutzt.

Bedenken Sie, dass Tricktäter erfinderisch und schauspielerisch begabt sind. Sie reagieren schnell und denken sich immer neue Taktiken aus, um ihr Ziel zu erreichen. Beachten Sie die Tipps Ihrer Polizei, um sich vor Trickdiebstahl zu schützen:

– Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als
Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche zunächst
nicht erkennen.
– Gehen sie keinesfalls auf telefonische Geldforderungen oder noch
so inständige Bitten ein.
– Rufen Sie Verwandte an, um die Echtheit des Anrufers abzuklären.
– Reden Sie mit Personen Ihres Vertrauens über den Anruf.
– Geben Sie kein Geld in fremde Hände.
– Notieren Sie sich die Telefonnummer des Anrufers, wenn Sie in
Ihrem Telefon angezeigt wird.
– Melden Sie einen solchen Anruf direkt der Polizei.
– Lassen Sie Ihre Wertsachen nie unbeaufsichtigt.
Nähere Informationen zum Thema sowie die Tricks der Täter erfahren sie unter www.polizei-beratung.de

Sachdienliche Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Ludwigshafen unter der Telefonnummer 0621/963-2773 oder per E-Mail kiludwigshafen.k1.kdd@polizei.rlp.de entgegen.

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Rheinpfalz
Pressestelle
Franziska Ratz
Telefon: 0621-963-1500
E-Mail: pprheinpfalz.presse@polizei.rlp.de