PPRP: Aufmerksamer Bankangestellter verhindert Trickbetrug „Falsches Gewinnversprechen“

Am Vormittag des 01.04.2020 rief ein Bankangestellter einer Ludwigshafener Bank bei der Polizei an und teilte mit, dass eine 78-Jährige kurz davor war, auf einen Trickbetrug hereinzufallen. Die Seniorin sei in die Bank gekommen und habe um eine Überweisung von 1.100 Euro auf ein türkisches Konto gebeten, da sie bei einem Gewinnspiel gewonnen habe. Der Bankangestellte sprach mit der Seniorin und gab ihr zu Bedenken, dass es sich hierbei mit großer Wahrscheinlichkeit um einen Trickbetrug handeln würde und führte die Überweisung nicht durch. Da er jedoch das Gefühl hatte, dass die Seniorin das Geld anderweitig überweisen könnte, verständigte er die Polizei. Daraufhin fuhren die Polizeibeamten zu der 78-Jährigen. Dort erfuhren sie, dass die Seniorin von einem Herrn Weber von einer Firma „Rheinhardt & Partner“ aus Berlin angerufen wurde, der angab, dass sie im Jahr 2019 bei einem Gewinnspiel 84.000 Euro gewonnen habe, welches nun vor der Auszahlung versteuert werden müsse. Deshalb müsse sie 1.100 Euro auf ein Konto in der Türkei überweisen. Die Polizeibeamten rieten der 78-Jährigen eindringlich von der Überweisung ab, sensibilisierten sie und gaben ihr Verhaltensempfehlungen.

Die Polizei rät folgendes:

Machen Sie sich bewusst: Wenn Sie nicht an einem Gewinnspiel teilgenommen haben, können Sie auch nichts gewonnen haben!

Geben Sie niemals Geld aus, um einen vermeintlichen Gewinn einzufordern, zahlen Sie keine Gebühren oder wählen gebührenpflichtige Sondernummern!

Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.

Wenn Sie mitbekommen, dass jemand in Ihrem Umkreis solch einen Anruf mit betrügerischem Hintergrund bekommen hat, handeln sie so vorbildlich, wie der Bankangestellte und greifen vermittelnd ein, indem sie den Betroffenen auf eine mögliche Betrugsstraftat hinweisen und sofort die Polizei (Notruf 110) benachrichtigen.

Nutzen Sie die Angebote Ihrer Polizei! Informationen erhalten Sie auf allen Polizeidienststellen sowie im Internet unter www.polizei-beratung.de

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Rheinpfalz
Anke Buchholz
Telefon: 0621-963-1500
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