PDKO: Polizeiliche Kriminalstatistik der Polizeiinspektion Simmern

Straftaten rückläufig bei leicht steigender Aufklärungsquote

Das Dienstgebiet der Polizei Simmern ist weiterhin eines der sichersten in Rheinland-Pfalz. Die Anzahl der bekannt gewordenen Straftaten ist 2019 um 442 Fälle im Vergleich zum Vorjahr zurück- gegangen. Dies entspricht einer Quote von 13,4 %. Gleichzeitig hat sich die Aufklärungsquote um 0,2 % auf 70,4 % erhöht. „Damit ist das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden in unserem Dienstgebiet weiter gesunken“, so Marko Gastes, Leiter der Polizeiinspektion Simmern. Mit einer Häufigkeitsziffer von 4552 (Straftaten pro 100.000 Einwohner) liegt die Zahl der Delikte 1961 Fälle niedriger als der Bundesdurchschnitt. 6513 war hier der zuletzt verfügbare Wert aus dem Jahr 2018. Im Jahr 2019 bearbeitete die Polizeiinspektion Simmern 2868 Straftaten. Hierbei konnte sie 1736 Tatverdächtige ermitteln. Darunter waren 133 Jugendliche (14 bis 17 Jahre) und 174 Heranwach-sende (18 bis 21 Jahre). Straftaten gegen das Leben waren letztes Jahr glücklicherweise nicht zu verzeichnen. Die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung sanken von 64 auf 46 Taten. Hierbei zeigten die Bürger weniger sexuelle Belästigungen an. Die Zahl sank von 18 auf 5. Die Verbreitung pornografischer Schriften betrug in diesem Deliktsfeld 14 Taten. Auch die Anzahl der Körperverletzungen ging weiter zurück. Waren es im Jahr 2018 noch 268 Delikte, so sind es nunmehr 236. Dies ist ein erfreulicher Rückgang von 11,9 % und entspricht dem landesweiten Trend. Allerdings nahm die Zahl der gefährlichen Körperverletzungen leicht um 2 Fälle auf 35 zu. Positiv ist auch die Entwicklung im Bereich der Straßenkriminalität. Diese ging um 10,1 % auf 364 Fälle zurück. Zur Straßenkriminalität gehören Delikte im öffentlichen Raum beispielsweise Körper-verletzungen, Raubdelikte oder Sachbeschädigungen auf Straßen, Wegen und Plätzen. „In Zusammenarbeit zwischen dem Jugendamt, der Ordnungsämter und der Polizei haben letztes Jahr gemeinsame Jugendschutzkontrollen im öffentlichen Raum stattgefunden. Um den positiven Trend fortzuführen, sind diese auch zukünftig in den Verbandsgemeinden geplant“, so Marko Gastes. Wohnungseinbrüche gingen von 35 auf 29 Fälle zurück. Fast die Hälfte davon waren Versuche. Somit setzt sich der rückläufige Trend bei den Wohnungseinbrüchen fort. Durch eine Täterfestnahme in Mastershausen am 25.01.2019 und eine weitere am 08.04.2019 in Kirchberg, wurden gleich zwei Einbruchsserien gestoppt. Auch bei Kfz-Einbrüchen ist ein leichter Rückgang festzustellen. Die Zahlen sanken im Vergleich zum Vorjahr von 27 auf 22 Delikte. Nach einem Rückgang bei den Ladendiebstählen (-37,2%) im letzten Jahr ist 2019 ein weiterer Rückgang um 23 Taten zu verzeichnen. Auch die Internetkriminalität ist nach einem Anstieg im Jahr 2018 leicht rückläufig. 107 Delikte und somit 10 Taten weniger registrierte die Polizei Simmern im Jahr 2019. Allerdings muss in diesem Bereich von einem sehr hohen Dunkelfeld ausgegangen werden. Die Internetkriminalität erstreckt sich von Betrügereien über viele Deliktsbereiche. Beim Computerbetrug stiegen die angezeigten Taten von 18 auf 43. Diebstähle ohne erschwerende Umstände nahmen zu. Der Anstieg beträgt 34 Fälle auf 484 Taten. Diese sind überwiegend auf Diebstähle an/aus Kraftfahrzeugen mit einer Steigerung um 19 auf 77 Straftaten zurückzuführen. Die Zahl der angezeigten Ladendiebstähle ging von 69 auf 46 Taten zurück. Bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten gab es im Jahr 2019 einen Rückgang um 107 auf 427 Taten. Die Polizei hatte die Aufklärungsmaßnahmen durch Angebote in den Sozialen Medien und durch Präventionsveranstaltungen erhöht. Dies betritt insbesondere das Phänomen „Enkeltrick“, bei dem Telefonbetrüger versuchen, an das Ersparte ihrer zumeist älteren Opfer zu kommen. Die von der Polizei bearbeiteten Straftaten ohne ausländerrechtliche Verstöße gegen Einreisebestimmungen belaufen sich im letzten Jahr auf 2471 Taten. Hiervon waren 314 Personen nichtdeutsche Tatverdächtige und somit 34 weniger als 2018. Somit ist die Ausländerkriminalität leicht rück-läufig. „Abschließend lässt sich festhalten, dass das Dienstgebiet der PI Simmern weiterhin zu den sichersten in Rheinland-Pfalz gehört“, stellt Marko Gastes fest. „Dies belegt der Rückgang der Straftaten und die überdurchschnittlich hohe Aufklärungsquote.

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