MG: Verkehrsunfall nach Verfolgungsfahrt mit gestohlenen Autos und ohne Fahrerlaubnis – eine leicht und eine schwer verletzte Person

Am späten Sonntagabend, 26. Juni, haben Polizisten aus den Niederlanden, der Autobahnpolizei und der Bundespolizei gemeinsam zwei als gestohlen gemeldete Autos stoppen wollen. Beide Fahrer flüchteten, einer (16 Jahre) rammte einen Streifenwagen. Ein Fahrzeug mitsamt Insassen konnte gestellt werden. Der 16-jährige Fahrer verunfallte mit dem zweiten Auto, so dass Rettungskräfte beide Insassen in ein Krankenhaus brachten. Alle Fahrzeuginsassen wurden zunächst vorläufig festgenommen.

Gegen 23.35 Uhr wurde einem grenzüberschreitenden Polizeiteam bekannt, dass zwei gestohlene Autos auf der A61 aus den Niederlanden kommend in Richtung Koblenz unterwegs waren. Beide Autos waren in Deutschland zugelassen. Eines der beiden, ein Fiat, war mitsamt der dazugehörigen Kennzeichen als gestohlen gemeldet worden. Auf dem zweiten Auto, einem VW, befand sich ein gestohlenes Kennzeichen. Später stellte sich heraus: Auch dieses Auto war gestohlen worden.

Unter Unterrichtung der naheliegenden deutschen Behörden nahmen die Polizistinnen und Polizisten gemeinsam die Fahndung auf. Ein Streifenteam der Bundespolizei konnte den Fiat auf der A61 ausmachen und versuchte, ihn zusammen mit Zivilfahndern der Autobahnpolizei Düsseldorf anzuhalten. Der Fahrer flüchtete.

Derweil taten die Beamten der grenzüberschreitenden Streife nicht weit davon entfernt ebenfalls den VW auf der A61 auf und folgten ihm zunächst. Letztendlich stellten sie den verlassenen VW auf dem Parkplatz eines Schnellrestaurants am Adolf-Kempken-Weg fest. Sie konnten die beiden Insassen in der Nähe auftun und festnehmen.

Die Flucht des Fahrers des Fiats führte zur selben Zeit über die Abfahrt Rheydt in Richtung Innenstadt. Auch Einsatzkräfte der Polizei Mönchengladbach waren alarmiert worden und auf dem Weg. Der Fiat fuhr mit hoher Geschwindigkeit über die Dahlener Straße und verunfallte ohne Beteiligung eines weiteren Fahrzeuges in Höhe des Verteilers „Morr“. Der Wagen prallte zunächst gegen zwei Bordsteine und anschließend an der Einmündung der Bolksbuscher Straße gegen einen Baum. Er geriet in Brand, konnte aber mit Feuerlöschern gelöscht werden. Beide Insassen des Autos erlitten Verletzungen und wurden nach der Begutachtung durch den Notarzt mit jeweils einem Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser transportiert.

Der 17-jährige Beifahrer erlitt leichte Verletzungen. Der 16-jährige Fahrer musste mit schweren Verletzungen stationär aufgenommen werden. Beide kommen aus Jüchen. Bei den Insassen des VW handelt es sich um einen 22-jährigen sowie einen 18-jährigen Mönchengladbacher. Der 18-Jährige steht in dem Verdacht, das Auto ohne die erforderliche Fahrerlaubnis gefahren zu haben. Alle vier Personen wurden vorläufig festgenommen.

Die Polizisten stellten den VW, der am 25. Juni in Jüchen als gestohlen gemeldet worden war, sicher. Eine Durchsuchung verlief negativ – bis auf den Fund der Originalkennzeichen im Kofferraum. Die angebrachten Kennzeichen mit MG-Kennung waren ebenfalls in Jüchen gestohlen worden. Auch den Fiat, der am 22. Juni diesen Jahres in Mönchengladbach gestohlen worden war, stellten die Polizisten sicher.

Keiner der Festgenommenen ist in der Vergangenheit bereits polizeilich einschlägig in Erscheinung getreten. Alle wurden im Anschluss an die umfangreichen polizeilichen Maßnahmen aufgrund fehlender Haftgründe wieder entlassen.

Die Polizei ermittelt in diesem Sachverhalt gegen die Männer unter anderem wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis, besonders schweren Fall des Diebstahls und Straßenverkehrsgefährdung. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Von der Feuerwehr Mönchengladbach waren im Einsatz: Kräfte der Feuer- und Rettungswache III (Rheydt), eine Notärztin sowie der Führungsdienst der Berufsfeuerwehr. (cw)

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