GE: Hilfe-Notruf endet in Widerstand

Ein Notruf wegen zwei sich hilflos im Wasser befindlichen Jugendlichen ist am Sonntag, 12. Juni 2022, in einen Widerstand gegenüber Polizeibeamtinnen umgeschlagen.

Gegen 16.50 Uhr meldeten Zeugen die beiden Mädchen im Rhein-Herne-Kanal, in Höhe des Nordsternparks. Die eingesetzten Beamten trafen die beiden 13-Jährigen an, die allerdings nicht in Not waren, sondern sich über die Situation amüsierten. Daraufhin wurden sie zu ihren Erziehungsberechtigten zum Grillplatz geführt, wo ihre Personalien aufgenommen wurden. Nachdem der Vater von einer der 13-Jährigen wiederholt die Aufforderung, den Einsatz nicht zu stören, ignoriert hatte, sollte das Mobiltelefon des 36-Jährigen sichergestellt werden.

Daraufhin griffen zunächst die beiden 13-Jährigen sowie eine 29-Jährige die beiden Polizisten an, anschließend kamen noch weitere Personen hinzu. Dabei wurde auch versucht, den Beamten ihre Einsatzmittel zu entwenden. Der 36-Jährige flüchtete in dieser Situation in einen nahe gelegenen Grünstreifen, wo er sein Handy, nach eigenen Angaben, wegwarf. Er wurde ins Polizeigewahrsam gebracht, während Unterstützungskräfte die Lage vor Ort beruhigten und das Smartphone im Grünstreifen ausfindig machten und sicherstellten.

Eine Beamtin wurde bei dem Einsatz leicht verletzt. Die 13-jährige Tochter des Mannes hatte eigenständig einen Rettungswagen gerufen, nachdem sich eine der Polizistinnen beim vorherigen Angriff verteidigt hatte. Sie wurde vor Ort von den Rettungskräften wieder entlassen. Die Ermittlungen dauern an.

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