BOR: Ahaus – Anruf von Europol in Berlin und Den Haag

Eines muss man verschiedenen Betrügern ja lassen: Kreative Geschichten können sie schon erzählen und ausdauernd sind sie auch. Nun wurde einer Ahauserin die Europol-Geschichte aufgetischt. Sie sei in den Kokainhandel verwickelt, eröffnete eine unbekannte Person. Im Display der Angerufenen erschienen Mobilfunknummern mit deutscher Länderkennung, immer unterschiedliche. Die Geschädigte konnte zunächst die Gespräche nicht annehmen. Beim Rückruf folgte nur eine Bandansage, dass diese Nummer nicht vergeben sei. Ein eindeutiger Hinweis auf Spoofing. Der Anrufer nutzt dabei Technik, die die tatsächliche Nummer des Anschlusses verbirgt und eine zuvor eingegebene Nummer auf dem Gerät des Opfers anzeigt. Als es dann doch am Dienstag zu einem telefonischen Kontakt kam, nahm das Unheil seinen Lauf. Erst ein Anruf aus Berlin, dann ein zweiter, angeblich aus Den Haag. Die Geschädigte folgte den Anweisungen und installierte auf ihrem Handy eine App mit Remote-Funktion, und sie meldete sich bei einem Onlinebezahlportal an. Die App hat mutmaßlich den Betrügern den Zugriff auf das mobile Endgerät ermöglicht. Erst als ein Zahlungsvorgang an eine von den Tätern genannten Bank fehlschlug, wurde die Frau misstrauisch. Hier zeigt sich erneut, dass die Täter in der Lage sind, trotz der offensichtlich hanebüchenen Geschichten die Menschen so zu manipulieren, dass sie den Anweisungen der Anrufer folgen. Selbst als die Geschädigte dem Betrüger sagte, zur hiesigen Polizei gehen zu wollen und dieser davon abriet, funktionierte die Geschichte noch. An dieser Stelle warnt die Polizei erneut. Beenden Sie umgehend Telefongespräche dieser Art. Die Betrüger sind in der Lage, die Opfer so zu beeinflussen, dass sie das Vertrauen in die staatlichen Institutionen vor Ort verlieren. (db)

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