OE: Betrüger per WhatsApp erneut erfolgreich

Die Polizei erhält täglich Meldungen von Bürgerinnen und Bürgern, bei denen Kriminelle versuchen, sich mithilfe des „Falschen Polizeibeamten“, des „Enkeltricks“ oder als angebliche „Microsoft-, Europol- oder Intrapol-Mitarbeiter unrechtmäßig an deren Vermögen zu bereichern. Mittlerweile finden diese Betrugsmaschen nicht nur am Telefon, sondern auch online und über Messenger-Dienste (z. B. WhatsApp) statt.

So erstattete auch eine 69-Jährige am Donnerstagnachmittag Anzeige bei der Polizei Olpe, da sie einen vierstelligen Eurobetrag an einen Betrüger überwiesen hatte. Die Geschädigte wurde per WhatsApp mit einer ihr unbekannten Nummer kontaktiert. Sie erhielt eine Nachricht, in der stand: „Mama, ich habe mein Handy verloren, benutze mein altes Handy und habe eine neue Nummer. Du kannst meine alte Nummer löschen und diese Nummer speichern!“ Daraufhin nahm die 69-Jährige Kontakt zu der Nummer auf und schrieb zurück. Sie ging davon aus, dass es sich bei der Chatpartnerin um ihre Tochter handeln würde. Die Person gab an, dass sie in Not wäre und dringend Geld benötige. Sie bat um eine Überweisung an eine in der WhatsApp übermittelte Bankverbindung. Dieser Bitte kam die 69-Jährige nach. Als ihr bewusst wurde, dass es sich bei der Chatpartnerin nicht um ihre Tochter handelte, suchte sie eine Polizeiwache auf und erstatte Anzeige.

Die Polizei gibt folgende Tipps, um sich vor solchen Betrügern zu schützen:

– Fragen Sie persönlich bei den Personen, die sie angeblich
kontaktieren, nach.
– Nehmen Sie unbekannte Rufnummern nicht als Kontakte auf.
– Seien Sie vorsichtig und misstrauisch, wenn Sie über
Messenger-Dienste zu Geldzahlungen aufgefordert werden.
– Falls Sie bereits eine Überweisung getätigt haben, kontaktieren
Sie sofort die Bank und veranlassen Sie eine Rücküberweisung.
– Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
– Löschen Sie den Chatverlauf nicht.
Weitere Informationen zum Trickbetrug über Messenger-Dienste gibt es hier: https://www.polizei-beratung.de/startseite-und-aktionen/aktuelles/detailansicht/polizei-und-whatsapp-klaeren-gemeinsam-ueber-betrug-auf/.

Rückfragen bitte an:

Kreispolizeibehörde Olpe
Pressestelle Kreispolizeibehörde Olpe
Telefon: 02761 9269 2200/-10
E-Mail: pressestelle.olpe@polizei.nrw.de