SU: WhatsApp-Betrug geht weiter

Seit circa zwei Monaten warnt die Polizei Rhein-Sieg-Kreis regelmäßig vor einer Betrugsmasche, die in etwa so funktioniert:

Via WhatsApp meldet sich ein angeblich naher Angehöriger, jedoch mit einer unbekannten Telefonnummer. Als Erklärung dafür dient der Verlust des Telefons oder ein neuer Handyvertrag. Nach einigen belanglosen Nachrichten äußert der vermeintliche Angehörige die Bitte, eine dringende Banküberweisung in seinem Auftrag auszuführen. Oft wird behauptet, dass das Onlinebanking mit der neuen Nummer noch nicht aktiv sei. Die Rückzahlung des Geldes soll dann in der Regel beim nächsten Zusammentreffen unkompliziert erfolgen.

Trotz der regelmäßigen Warnungen gelingt es den Tätern immer wieder Opfer zu finden, die gutgläubig Geld überweisen. Am Montag (30.05.2022) traf eine 73-jährige Mucherin, die 2.400 Euro auf ein unbekanntes Bankkonto überwies. Eine 71-jährige Henneferin hatte mehr Glück. Eine Bankmitarbeiterin nahm den Überweisungsauftrag der Frau in Auftrag einer angeblichen Großnichte entgegen und wurde sofort stutzig. Sie sprach die 71-Jährige auf die Überweisung in Höhe von rund 3.500 Euro an und schilderte ihre Bedenken. Ein Anruf bei der tatsächlichen Großnichte unter der bislang bekannten Nummer brachte Licht ins Dunkel. Der Betrug konnte damit verhindert werden. Vielen Dank, unbekannte Bankangestellte!

Die Polizei rät:

Rufen Sie Ihren Angehörigen einfach auf der unbekannten Nummer an! Wenn sich die richtige Person meldet, ist alles in Ordnung. Wenn nicht, dann ist Vorsicht geboten.

Falls Sie nur per Nachricht kommunizieren können, fragen Sie doch was Persönliches. Oder kontaktieren Sie die Person mit der Ihnen bekannten Rufnummer.

Werden Sie immer misstrauisch, wenn Sie über Messenger-Dienste zu Geldzahlungen aufgefordert werden!

Speichern Sie unbekannte Rufnummern nicht ohne Prüfung als Kontakt ab. (Bi)

Rückfragen bitte an:

Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis
Pressestelle

Telefon: 02241/541-2222
E-Mail: pressestelle@polizei-rhein-sieg.de