DO: Trickbetrüger täuschen Festnahmen vor und bieten Senior die Hilfe der Polizei an

Die Dortmunder Polizei warnt erneut vor Kriminellen, die Senioren am Telefon manipulieren, um so Bargeld zu erbeuten. Dabei nutzen die Täterinnen und Täter das hohe Vertrauen in die Polizei.

So auch am 24. und 25. Mai 2022 im Dortmunder Stadtteil Hörde. In mehr als zehn Telefonanrufen mit unterdrückten und unterschiedlichen angezeigten Nummern meldete sich ein angeblicher Polizist bei einem 84-jährigen Hörder.

Der Anrufer gab an, dass im Stadtteil drei Verbrecher unterwegs seien. Zwei davon habe die Polizei bereits festgenommen – eine Aussage, die offenbar das Vertrauen in die Polizei stärken sollte.

Derzeit, so der Anrufer, fahnde die Polizei nach dem 3. Verbrecher. Der angebliche Polizist forderte den 84-Jährigen auf, während des Telefongesprächs sein Bargeld zu zählen. Für den 24. Mai um 17 Uhr wurde eine Geldübergabe vereinbart.

Nach der Übergabe werde die Polizei das Geld sicher in der Asservatenkammer aufbewahren. Tatsächlich ist in der Asservatenkammer kein Geld angekommen – denn die Polizei ruft nie bei ihren Bürgerinnen und Bürgern an, um Geld abzuholen.

Erneut waren also Trickbetrüger am Werk, die mit geschickter Gesprächsführung (Angst vor einer Straftat aufbauen, eine schnelle Lösung anbieten) einen hohen Geldbetrag erbeuten konnten.

Am Tag nach der Tat versuchten sie es erneut, erschienen aber nicht zu einer vereinbarten Geldübergabe.

Wir bitten Kinder, Enkelkinder, andere Angehörige, Freunde und Nachbarn von Senioren: Bitte informieren Sie über die Machenschaften von Trickbetrügern, die sich als Wasserwerker, Elektriker oder Polizisten aufgeben.

Die Tricks der Betrüger ähneln sich stark: Meistens täuschen sie eine Notlage vor und bieten sofort auch schnelle Hilfe an. Mit diesem Wissen können Betroffene sich selbst schützen – indem sie sofort das Telefongespräch beenden.

Weitere Information zum Schutz vor Straftätern auf der Internetseite des Polizeipräsidiums Dortmund:

https://dortmund.polizei.nrw/artikel/kriminalitaet-zum-nachteil-von-senioren

Journalisten wenden sich mit Rückfragen bitte an:

Polizei Dortmund
Peter Bandermann
Telefon: 0231-132-1023
E-Mail: Peter.Bandermann@polizei.nrw.de