GE: Personengruppe behindert Rettungswagen

Normalerweise sind wir gehalten, Pressemitteilungen sachlich und neutral zu schreiben. Das fällt uns bei folgendem Sachverhalt schwer: Am vergangenen Samstagabend, 21. Mai 2022, haben mehrere Männer ohne Grund einen Rettungswagen auf der Hauptstraße, Altstadt, blockiert und an der Weiterfahrt gehindert. Polizeibeamte waren zufällig wegen eines anderen Einsatzes in der Nähe, beobachteten das Geschehen und griffen ein. Der Rettungswagen war gegen 22 Uhr mit einem Jugendlichen an Bord auf dem Weg ins Krankenhaus, als die Personengruppe die Straße blockierte. Selbst das eingeschaltete Blaulicht und das Martinshorn haben sie nicht abgehalten. Erst als die Polizeibeamten eingriffen, machten die rund zehn Männer die Straße frei. Die Beamten fertigten eine Strafanzeige gegen einen 22 Jahre alten Gelsenkirchener wegen des Verdachts der Nötigung im Straßenverkehr, da er sich provozierend vor die Motorhaube des Rettungswagens stellte. Grundsätzlich sind Polizei und Feuerwehr rund um die Uhr im Einsatz, um Menschen zu helfen, zu schützen oder zu retten. Dafür riskieren wir selbst Gesundheit und Leben. Einsatzfahrzeuge zu behindern ist kein Spaß und kann schwerwiegende Folgen haben. Oft sind es Minuten, die entscheiden, damit Menschen in Notsituationen die bestmögliche Hilfe bekommen. Wer Helfer auf dem Weg zum Einsatz oder ins Krankenhaus an der Weiterfahrt hindert, riskiert schlimmstenfalls das Leben anderer.

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Polizei Gelsenkirchen
Thomas Nowaczyk
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