DO: Ab durch die Rettungsgasse: Rücksichtsloser Autofahrer nach Verfolgungsfahrt mit der Polizei festgenommen

Dortmund (ots)

Lfd. Nr.: 1416

Ein rücksichtsloser – und offenbar betrunkener – Autofahrer hat am Dienstagnachmittag (3. Dezember) mehrere Beamte der Autobahnpolizei auf Trab gehalten. Es mündete in einer Verfolgungsfahrt mit der Polizei, die auf der A 1 startete und auf der A 44 endete.

Zunächst waren die Fahrmanöver des Mannes anderen Autofahrern auf der A 1 aufgefallen. Diese benachrichtigten gegen 16.30 Uhr die Polizei. Und berichteten Folgendes: Ein Auto war ihren Angaben zufolge in Schlangenlinien unterwegs. Im Bereich einer Baustelle an der Anschlussstelle Volmarstein fuhr es anschließend mit hoher Geschwindigkeit durch eine dort aufgrund eines Staus gebildete Rettungsgasse. Dabei touchierte der VW nicht nur mehrere Spiegel von anderen Fahrzeugen. Sondern kollidierte schließlich auch noch mit dem Heck eines Pkw. Dessen 19-jähriger Insasse aus Troisdorf stieg daraufhin aus, genau wie der Auffahrende – konnte jedoch nur noch eine Karte seiner Versicherungsgesellschaft an sein Gegenüber ausgeben, bevor der andere wieder sein Fahrzeug bestieg, zurücksetzte und seinen Weg fortsetzte.

Etwa einen Kilometer vor der Raststätte Lichtendorf geriet der VW schließlich ins Visier einer Streifenwagenbesatzung. Mehrere Versuche, ihn anzuhalten, blieben erfolglos. Unter anderem weil sich der Fahrer immer wieder zu riskanten Manövern und Beinahe-Crashs mit dem Streifenwagen hinreißen ließ. Bei einem abrupten Wechsel auf die A 44 im Autobahnkreuz Dortmund/Unna verloren die Beamten den Kamikaze-Fahrer zunächst aus den Augen.

Jedoch nicht lange, denn auf der A 44, unmittelbar vor der Ausfahrt zum Parkplatz „Buchenhain“ erkannte eine Streifenwagenbesatzung den Wagen auf dem Seitenstreifen. Dort hatte der Fahrer schließlich angehalten und saß telefonierend auf dem Fahrersitz. Der Aufforderung der Beamten, die Tür zu öffnen, kam er erst nach, nachdem diese gedroht hatten im Zweifelsfall auch die Scheibe einzuschlagen. Sie nahmen den 41-Jährigen aus Gütersloh anschließend sofort fest. Zu Vorwürfen wie dem des unerlaubten Entfernens vom Unfallort und des missbräuchlichen Benutzens der Rettungsgasse kam am Ende ein weiterer hinzu: Denn ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest lieferte ein Ergebnis von mehr als 1 Promille.

Den Führerschein und das Auto des 41-Jährigen stellten die Polizisten sicher. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann entlassen.

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