DEL: Autobahnpolizei Ahlhorn: Schwerer Verkehrsunfall auf der Autobahn 1 im Bereich der Gemeinde Cappeln +++ Pkw fährt auf Stauende auf +++ eine Person lebensgefährlich verletzt

Zu einem folgenreichen Verkehrsunfall mit sieben beteiligten Fahrzeugen und mehreren Verletzten kam es am Sonntag, 18. August 2019, gegen 17:25 Uhr, auf der Autobahn 1 in Fahrtrichtung Osnabrück zwischen den Anschlussstellen Cloppenburg und Vechta.

Aufgrund einer im weiteren Verlauf befindlichen Baustelle herrschte zum Unfallzeitpunkt dichter Verkehr auf allen drei Spuren der Richtungsfahrbahn Osnabrück, so dass nur mit verminderter Geschwindigkeit gefahren werden konnte und es immer wieder zum Abbremsen von Fahrzeugen und leichter Staubildung kam.

Ein 83-Jähriger aus Osnabrück erkannte das Abbremsen der Fahrzeuge nicht und fuhr mit seinem VW ungebremst auf das Stauende auf. Hierbei schoss er mit seinem Pkw durch die zwischen dem Überhol- und Mittelfahrstreifen gebildete Rettungsgasse. Er touchierte zunächst einen auf dem Mittelfahrstreifen stehenden Mini, dann einen auf dem Überholfahrstreifen stehenden VW Touran, dann wiederum einen auf dem Mittelfahrstreifen befindlichen Mercedes und fuhr schlussendlich auf einen auf dem Mittelfahrstreifen befindlichen Renault auf. Der Renault wurde durch die Wucht des Aufpralls auf einen vor ihn fahrenden BMW geschoben. Dieser wurde zur Seite gedrückt, so dass der Renault im weiteren Verlauf auf das Heck eines Suzuki aufgeschoben wurde.

Eine im Renault auf der Rücksitzbank befindliche 78-Jährige wurde durch den Aufprall lebensgefährlich verletzt und wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine umliegende Klinik geflogen. Die 47-jährige Fahrerin des Renaults wurde schwer verletzt, eine weitere im Renault mitfahrende 53-Jährige leicht verletzt.

Weitere Verletzungen erlitten die 35-jährige Fahrerin sowie 34-jährige Beifahrerin des Suzukis. Beide wurden als leichtverletzt eingestuft.

Der Unfallverursacher selbst wurde leicht verletzt, seine 80-jährige Ehefrau, die sich auf dem Beifahrersitz befand, schwer verletzt.

Für die Versorgung und Betreuung der Verletzten und Unfallzeugen wurde ein Großaufgebot an Rettungskräften an die Unfallstelle entsandt. Insgesamt waren zwei Notarztfahrzeuge, sieben Rettungswagen, ein Einsatzleitfahrzeug, ein Rettungshubschrauber sowie das Kriseninterventionsteam im Einsatz. Des Weiteren war die Freiwillige Feuerwehr Emstek mit fünf Fahrzeugen und 35 Mann vor Ort. Alle verletzten Personen wurden zur weiteren Überprüfung und ärztlichen Versorgung in umliegende Krankenhäuser transportiert.

Für die Unfallaufnahme sowie Rettungs- und Bergungsarbeiten mussten der Haupt- sowie Mittelfahrstreifen gesperrt werden, so dass der Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden konnte. Für die Landung des Rettungshubschraubers musste kurzfristig eine Vollsperrung eingerichtet werden. Die Absicherung der Unfallstelle wurde im weiteren Verlauf durch die Autobahnmeisterei Holdorf übernommen. Die Fahrbahn konnte nach abschließenden Reinigungsarbeiten gegen 19:20 Uhr wieder freigegeben werden.

Der Gesamtschaden wurde auf etwa 35.000 Euro geschätzt.

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Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch
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Updated: 18. August 2019 — 23:18