HWI: Telefonbetrüger hatten erneut Erfolg in NWM

In der zurückliegenden Woche gelang es Telefonbetrügern erneut, mit verschiedenen Maschen mehrere Menschen um ihr Erspartes zu bringen.

So hatte sich am Dienstag (31. Mai 2022) offenbar ein falscher Polizist an eine 67-Jährige aus Bobitz gewandt und ihr mitgeteilt, dass ihre Tochter einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hätte. Nun sei eine Kaution in fünfstelliger Höhe an die Staatsanwaltschaft zu erbringen. Im Laufe des Nachmittags übergab sie die geforderte Summe. Sie erkannte erst am frühen Abend, nachdem sie Kontakt mit ihrem Enkel hatte, dass sie Opfer eines Betruges geworden war und informierte daraufhin die Polizei.

Ein 69-Jähriger Mann aus dem Großraum Gadebusch erhielt ebenfalls am Dienstag einen Anruf eines angeblichen Microsoft-Mitarbeiters, da er angeblich einen Virus auf seinem PC habe. Um den PC von dem Virus zu befreien, griff der angebliche Microsoft-Mitarbeiter auf seinen Computer aus der Ferne zu. Dabei fiel dem 69-Jährigen auf, dass Umbuchungen von seinem Bankkonto getätigt werden und unterbrach das Gespräch und sperrte über sein Bankunternehmen sein Online-Banking Portal. Ob ein Schaden entstand ist noch Teil der Ermittlungen.

Im Zeitraum von Montagmittag bis Mittwochnachmittag gelang es unbekannte Tätern, eine 27-jährige Studentin um eine fünfstellige Summe zu betrügen. Die Täter gaben sich am Telefon als Mitarbeiter von Europol aus. Um Hilfe zu erlangen sollte die Inderin einen Anwalt aus dem Ausland zur Hilfe ziehen und diesen unter anderem bezahlen. Zudem sollte die Geschädigte Apps auf ihr Smartphone herunterladen, mit denen es möglich ist, das Gerät aus der Ferne zu bedienen. Es entstand ein Schaden von mehreren tausend Euro.

Die Kriminalpolizei hat in allen Fällen die Ermittlungen wegen des Verdachts des Betruges aufgenommen.

Die Polizei rät:

Um einen Betrug auszuschließen, rufen Sie das Familienmitglied an und vergewissern Sie sich wie es dem Angehörigen geht. Weder Polizei noch Staatsanwaltschaft werden am Telefon Kautionen zur Abwendung eines sofortigen Gefängnisaufenthaltes für einen Angehörigen fordern. Niemals sollte Sie Bargeld, andere Wertgegenstände oder sensible Daten an Fremde übergeben. Wenn Sie einen solchen Anruf erhalten, legen Sie einfach auf! Rufen Sie in einem solchen Fall die echte Polizei unter der 110 an! Sprechen Sie mit Ihren Mitmenschen über das Phänomen Trickbetrug und die unterschiedlichen Maschen der dreisten Betrüger!

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Wismar
Pressestelle
Jessica Lerke, Annette Schomann
Telefon 1: 03841/203 304
Telefon 2: 03841/203 305
E-Mail: pressestelle-pi.wismar@polizei.mv-regierung.de