HWI: Telefonbetrüger derzeit aktiv – in einem Fall in Wismar erfolgreich

Am frühen Nachmittag des gestrigen Tages wandte sich eine 60-jährige Wismarerin an die Polizei und teilte mit, dass sie Telefonbetrügern zum Opfer gefallen sei. Angefangen habe die Sache bereits am 17. März. An diesem Tag sei sie von einer Frau, die akzentfreies Deutsch gesprochen habe, angerufen worden. Die Anruferin habe ihr eröffnet, dass sie 38.500 EUR in einer Lotterie gewonnen habe. Voraussetzung für die Auszahlung des Geldes sei jedoch die vorherige Übermittlung von Google-Playstore-Karten in Höhe von 1000 EUR. Da die 60-Jährige tatsächlich an einem Gewinnspiel eines Einkaufsmarktes teilgenommen hatte, ging sie irrtümlich davon aus, tatsächlich gewonnen zu haben. Sie besorgte die Google-Playstore-Karten und übermittelte die Codes. Anstatt des Gewinns bekam die Wismarerin erneute Anrufe. Unter anderem wurde ihr gesagt, dass man sich bei der Höhe ihres Gewinns geirrt habe und die Gewinnsumme nun 138.000 EUR betrüge. Allerdings würden dafür auch höhere Gebühren anfallen, die wiederum mit Google-Playstore-Karten zu entrichten seien. Die Geschädigte wurde nun stutzig und informierte die Polizei.

Verteilt über den gesamten Landkreis Nordwestmecklenburg (Benz, Badkleinen, Möllin) registrierte die Polizei drei weitere Fälle von falschen Gewinnversprechen.

Die Polizeiinspektion Wismar rät:

– Geben Sie niemals Codes von Prepaidkarten am Telefon an Fremde
weiter
– Zahlen Sie niemals im Voraus für einen angeblichen Gewinn
– Legen Sie einfach den Hörer auf und/oder informieren Sie die
Polizei
Zudem möchten wir vor Trickbetrügern warnen, die unter Ausnutzung der aktuellen Corona-Lage versuchen, an das Geld von Senioren zu gelangen. Dabei geben sie sich als an Covid 19 erkrankte Angehörige aus und täuschen vor, Geld für die teure Behandlung der Krankheit zu benötigen. Wie üblich vereinbaren die Täter dann mit ihren potentiellen Opfern, dass „jemand“ vorbeikommen würde, um das Geld abzuholen. Bis jetzt haben wir diese neue Fassette des Enkeltricks/Schockanrufs in unserem Zuständigkeitsbereich nicht feststellen können. Bundesweit traten in den vergangenen Tagen mehrere dieser Fälle auf.

Deshalb:

– Seien sie kritisch
– Geben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte
Personen
– Geben Sie keine Details zu Familien- oder finanziellen
Verhältnissen am Telefon heraus
– Machen Sie ältere Menschen in ihrer Umgebung mit dem Thema
vertraut und stellen Sie sich als Ansprechpartner zur Verfügung.
Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Wismar
Pressestelle
Jessica Lerke, Axel Köppen
Telefon1: 03841/203 304
Telefon 2: 03841/203 305
E-Mail: pressestelle-pi.wismar@polizei.mv-regierung.de
http://www.polizei.mvnet.de