HST: Urlauber retten Angler vor dem Ertrinken

Am gestrigen Sonntag (06.03.2022) haben zwei Angler einen anderen Angler auf der Insel Rügen durch ihr beherztes und schnelles Handeln vermutlich vor dem Ertrinken gerettet.

Gegen 09:00 Uhr ruderten ein 60-Jähriger aus Tauer (Brandenburg) und sein 65-jähriger Schwager aus Bärenbrück (ebenfalls Brandenburg) mit ihrem Boot auf dem Wieker Bodden im Bereich Vaschvitz zurück in Richtung Ufer. Der 65-Jährige sah plötzlich nur noch die Gummistiefel eines anderen Anglers, der im bauchnabeltiefen Wasser zuvor stehend geangelt hatte. Augenscheinlich befand er sich in einer hilflosen Lage. Geistesgegenwärtig kehrten die beiden Männer um und ruderten so schnell sie konnten zu dem Mann, der zu ertrinken drohte. Nachdem sie ihn erreicht hatten zogen sie ihn in ihr Boot und brachten ihn an Land. Dort befand sich bereits eine Polizeistreife, die zufällig in diesem Bereich unterwegs war und ebenfalls auf den Vorfall aufmerksam wurde. Gemeinsam übernahmen Retter und Polizei die Erstversorgung des 71-jährigen Mannes aus Sassnitz. Er war stark unterkühlt und durchnässt. Der 65-Jährige lieh dem Geretteten Wechselkleidung. Im Polizeifahrzeug konnte sich der Mann umziehen und aufwärmen. Glücklicherweise war eine weitere ärztliche Behandlung nicht notwendig, sodass der Rüganer nach einiger Zeit seinen Heimweg selbst antreten konnte. Er hatte zuvor im Wasser das Gleichgewicht verloren, nachdem er vermutlich gegen einen Stein gelaufen war. Nachdem sich seine Oberbekleidung mit Wasser vollgesaugt hatte, gelang es ihm nicht allein wieder aufzustehen.

Alle hier genannten Personen besitzen die deutsche Staatsbürgerschaft.

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