HST: Spielende Kinder am Gleis – Bundespolizei warnt: Auch während der aktuellen Gesundheitslage – Corona sind Bahngleise keine Spielplätze

Gestern Abend (19.04.2020) trafen Bundespolizisten zwei Jungen an der Zugstrecke Velgast – Barth an. Zuvor hatte die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn die Bundespolizei Stralsund informiert, dass eine Regionalbahn bereits mehrere Schottersteine auf der Strecke überfahren hatte. Verletzt wurde zum Glück niemand!

Nachdem die Beamten aus Stralsund auf einer Länge von 20 Metern großflächige Steinabriebspuren auf den Schienenköpfen im Bereich festgestellt hatten, bemerkten sie oberhalb des Bahndamms zwei Jungen. Beide Kinder im Alter von 10 und 12 Jahren wurden durch die Beamten eindringlich belehrt und auf die Lebensgefahren die von Bahngleisen ausgehen können, hingewiesen. Anschließend brachten die Beamten die Kinder aus dem Gefahrenbereich und übergaben sie direkt an die Eltern.

In diesem Zusammenhang weist die Bundespolizeiinspektion Stralsund ausdrücklich darauf hin, dass der Aufenthalt an und auf Bahnlagen lebensgefährlich ist. Gleisanlagen sind keine Spielplätze! Aufgelegte Schottersteine können unter Umständen auch zum Entgleisen von Zügen führen. Darüber hinaus werden die Steine oder Steinsplitter beim Überfahren wie Geschosse in alle Richtungen geschleudert, wodurch lebensbedrohliche Verletzungen herbeigeführt werden können. Die Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung oft sehr spät wahrgenommen werden. Außerdem geht von den vorbeifahrenden Zügen eine enorme Sogwirkung aus, die ebenfalls zu gravierenden, wenn nicht sogar tödlichen Unfällen, führen kann. Züge können Hindernissen nicht ausweichen: Ein 1200 Tonnen schwerer Zug mit 100 Stundenkilometern hat einen Bremsweg von über 1000 Metern.

Eltern werden gebeten, ihre Kinder über diese Gefahren nochmals besonders aufzuklären und zu sensibilisieren. Nur so kann Schlimmeres vermieden werden.

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Bundespolizeiinspektion Stralsund
Bearbeiterin Öffentlichkeitsarbeit
Uta Bluhm
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