POL-NB: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Stralsund und des PP Neubrandenburg /Ermittlungen im Bereich der organisierten Betäubungsmittelkriminalität

In einem äußerst umfangreichen Ermittlungskomplex führt die Staatsanwaltschaft Stralsund bereits seit Ende des letzten Jahres ein Verfahren im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität gegen eine Tätergruppierung aus Stralsund.

Unter Beteiligung der Bundespolizei, des Zolls und verschiedenen Kräften der Landespolizei M-V oblag die Führung der polizeilichen Ermittlungen gegen insgesamt sieben Beschuldigte der Kriminalpolizeiinspektion Anklam. Es bedurfte eines äußerst konspirativen Vorgehens, um die Ermittlungserfolge nicht zu gefährden.

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, bandenmäßig mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge gehandelt zu haben.

Bereits im Dezember wurde in Stralsund ein Haftbefehl gegen einen 22 Jahre alten Mann syrischer Herkunft vollstreckt. Ende März wurden nach entsprechenden Beschlüssen drei weitere Haftbefehle gegen 32, 31 und 25 Jahre alten Männer deutscher, türkischer und syrischer Herkunft aus Stralsund realisiert und Durchsuchungen von vier Objekten in der Hansestadt durchgeführt. Dabei wurden Beweismittel sichergestellt, welche insbesondere den Tatvorwurf des bandesmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge untermauern konnten. Die Beschuldigten befinden sich alle in Untersuchungshaft.

Die konspirativen Ermittlungen des Verfahrens dauerten auch nach diesen Festnahmen an. Gestern (16.04.20) gelang ein Schlag gegen weitere Beteiligte dieser Tätergruppierung, welcher erlaubt, dieses Verfahren nunmehr öffentlich bekannt zu machen.

Mit über 90 Kräften der Kriminalpolizeiinspektion Anklam, des Landesbereitschaftspolizeiamtes M-V, der Polizeiinspektionen Stralsund und des Landeskriminalamtes M-V wurden neun Objekte in Stralsund durchsucht. Dabei wurden umfangreich Beweismittel sichergestellt und beschlagnahmt.

Auch Mobiltelefone, Bargeld und ein Pkw Mercedes wurden beschlagnahmt.

In den Objekten wurden darüber hinaus Unmengen an Bekleidungsstücken, Spirituosen und Kosmetikartikeln aufgefunden, bei denen es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Stehlgut handelt. Diese Zufallsfunde, deren Menge selbst die Beamten überraschten, füllen mehrere Räume der Ermittler/innen. Die Auflistung und eventuelle Zuordnung zu geschädigten Geschäften wird auch in den nächsten Wochen noch andauern.

Durch die Beamten wurden gestern drei weitere Männer syrischer Herkunft im Alter von zweimal 27 und einmal 20 Jahren festgenommen und bereits in eine JVA verbracht.

Die Ermittlungen in diesem komplexen Verfahren dauern an.

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Nicole Buchfink
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