HST: Gefährlicher Leichtsinn – Mann überquert bei geschlossener Schranke Bahnübergang

Stralsund – Gestern Abend (04.03.20) gegen 19:40 Uhr überquerte unbedacht ein Mann bei geschlossener Schranke den Bahnübergang Tribseer Damm am Bahnhof Stralsund.

Zeitgleich fuhr bereits eine Regionalbahn in Richtung Rostock raus, als plötzlich der Mann vor dem anfahrenden Zug die Gleise überquerte. Geistesgegenwärtig reagierte der Lokführer und leitete eine Gefahrbremsung des Zuges ein. Da der Zug noch in seiner Anfahrtsgeschwindigkeit war, konnte ein Zusammenstoß zwischen Zug und Mensch verhindert werden.

Bundespolizisten, die in unmittelbarer Nähe waren, eilten sofort zum Bahnübergang und nahmen den 31-jährigen Mann, der achtlos unter der Schranke seinen Weg fortsetzen wollte, fest. Reisende in der Regionalbahn wurden zum Glück, durch den unerwarteten Bremsvorgang nicht verletzt.

Der 31-jährigen Stralsunder muss sich nun wegen der Straftat, des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, verantworten.

Dieser Leichtsinn hätte den Mann fast das Leben gekostet. Die Bundespolizei appelliert hier noch einmal:

Anders als Fahrzeuge auf der Straße können Züge Hindernissen nicht ausweichen. Außerdem haben sie aufgrund ihrer großen Masse einen sehr langen Bremsweg: Ein Zug kommt bei einer Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern nach dem Einleiten einer so genannten Gefahrbremsung erst nach etwa 800 bis 1.000 Metern zum Stehen. Hinzu kommt, dass zunehmend moderne Züge zum Einsatz kommen, die wesentlich leiser als ihre Vorgängermodelle fahren und erst spät zu hören sind. Ebenfalls eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt die Geschwindigkeit. So fahren etwa ICE-Züge durchschnittlich 160 Stundenkilometer – auch durch einige Bahnhöfe und Haltepunkte. Aus diesem Grund ist an Bahnanlagen besondere Achtsamkeit erforderlich.

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Uta Bluhm
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