POL-HRO: Tatverdächtiger wegen Freiheitsberaubung in JVA verbracht

Nachdem der Tatverdächtige einen anderen Mann über 14 Stunden in seiner Wohnung festgehalten, ihn misshandelt und mitgeführte Technik weggenommen haben soll, wurde der Tatverdächtige mittels Haftbefehl einer Justizvollzugsanstalt überstellt.

Von den frühen Morgenstunden an bis in den Nachmittag des 26. März 2021 habe ein 37-Jähriger mit einem weiteren Tatverdächtigen (14 Jahre) den 28-Jährigen gegen seinen Willen in einer Wohnung im Rostocker Stadtteil Evershagen festgehalten. Der Geschädigte gab gegenüber der Polizei Folgendes an: Weil er angeblich beim gemeinsamen Fußballschauen die Geldbörse des Tatverdächtigen gestohlen hatte, wurde er mit Fäusten und weiteren Gegenständen geschlagen, mit Füßen getreten und brennenden Zigaretten sowie anderen brennbaren Materialen misshandelt. Zudem bedrohten die Tatverdächtigen den 28-Jährigen mit seinem Leben. Eine weitere Person befreite den Mann schließlich aus seiner Lage. Eine mitgeführte Powerbank behielten die zwei Tatverdächtigen als Pfand für sich. Der 28-Jährige erlitt sichtbare Verletzungen im Bauchbereich.

Die Polizei nahm Strafanzeigen bezüglich der Freiheitsberaubung, gefährlichen Körperverletzung, Bedrohung und Unterschlagung auf. Alle Beteiligten sind deutscher Nationalität. Der ältere Tatverdächtige und der Geschädigte sind zuvor bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten.

Im Zusammenwirken mit der Staatsanwaltschaft Rostock erließ das Amtsgericht Rostock am 27. März 2021 einen Haftbefehl gegen den 37-Jährigen. Dieser wurde von der Polizei in seiner Wohnung angetroffen. Im Rahmen der Prüfung seiner Wohnung fanden die Polizeibeamten/-innen beweiserhebliche Gegenstände und Spuren sowie die Powerbank. Alles wurde polizeilich sichergestellt. Der Mann kam zunächst in das Zentralgewahrsam der Polizeiinspektion Rostock. Nunmehr sitzt der Mann in Untersuchungshaft in einer Justizvollzugsanstalt.

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