LKA-MV: Festnahme und Durchsuchungen in Verfahren zu Sprengungen von Geldautomaten

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Stralsund und des Landeskriminalamtes MV

Im Ergebnis umfangreicher Ermittlungen einer im Landeskriminalamt MV eingerichteten Ermittlungsgruppe stehen fünf Angriffe auf Geldausgabeautomaten (GAA) in unserem Land (in Plate, Rostock, Ferdinandshof, Rövershagen und Vellahn) vor der Aufklärung. Die Taten ereigneten sich in den Monaten September und Oktober des vergangenen Jahres.

In drei Fällen kam es dabei zur Explosion eines Gas-Sauerstoff-Gemischs, wobei die Täter nur bei einer der Taten auch tatsächlich Geld erbeuten konnten. Dies war in der Ortschaft Plate der Fall, in der Bargeld in einer Höhe von 185.245,00 Euro erlangt werden konnte. Bei den anderen beiden Angriffen ist es aufgrund von Sicherungsvorkehrungen der Geldinstitute beim Versuch geblieben, das Gemisch zu entzünden. Bei der Tatausführung in einer Rostocker Bankfiliale ließen die Täter aufgrund einer durch das Geldinstitut getroffenen Sicherungsmaßnahme einen Teil ihrer Ausrüstung zurück. Aufgrund der genannten Taten führte das LKA MV im Auftrag der Schwerpunktstaatsanwaltschaft Stralsund Ermittlungen gegen drei Tatverdächtige im Alter von 20, 25 und 47 Jahren aus dem Raum Potsdam wegen des Verdachts des Schweren Bandendiebstahls gemäß § 244a StGB und des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion gemäß § 308 StGB. In einer gemeinsamen Aktion mit Kräften der Bereitschaftspolizei aus Brandenburg und des LKA Brandenburg aus Frankfurt/Oder sowie Sachbearbeitern aus Hof (Bayern) gelang es den Ermittler*innen am 04.05.2022 unter der Führung des LKA MV neun Durchsuchungsbeschlüsse in Potsdam, Berlin und Hof zu realisieren und einen Haftbefehl gegen einen Beschuldigten zu vollstrecken. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte hierbei zusätzlich von Kollegen der Berliner Polizei sowie dem Kriminaldauerdienst der Polizeidirektion West aus Potsdam. Umfangreiche Beweismittel, die im Zusammenhang mit Angriffen auf Geldautomaten stehen, konnten sichergestellt werden. Durch die zielgerichteten Ermittlungen des LKA MV wurde ein unmittelbar bevorstehender Angriff auf eine weitere Bankfiliale verhindert. Die Ermittlungen zu allen Sachverhalten dauern an.

Die Ermittlungen von GAA-Sprengungen werden in Mecklenburg-Vorpommern seit Oktober 2020 zentral im Landeskriminalamt bearbeitet.

Rückfragen bitte an:

Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern
Pressestelle
Michael Schuldt
Telefon: 03866/64-8700