NB: Gewinnspielbetrug geglückt

In der Nähe von Greifswald ist es einer unbekannten Tatverdächtigen gelungen, einem geschädigten Ehepaar einen Gewinn im Lotto vorzugaukeln und sie um 8000 EUR zu bringen.

Den ersten Anruf erhielt die 60-jährige Geschädigte bereits am Vormittag des 02.04.22. Eine Frau Klein meldete sich und gratulierte zu einem Gewinn in Höhe von 38.500 EUR. Die Angerufene wunderte sich nicht, da sie sehr regelmäßig an Gewinnspielen teilnimmt.

Im Laufe des Gespräches erläuterte die Tatverdächtige, dass für den Transport des Geldes eine Gebühr in Höhe von 1000 EUR fällig werden. Diese müssten in Google Play Karten erworben werden. Die Geschädigte und ihr 60-jähriger Ehemann kauften die entsprechenden Gutscheinkarten und gaben die Nummern in einem weiteren Telefonat am Samstagnachmittag durch. Dem deutschen Paar wurde mitgeteilt, dass der Transport aufgrund der fortgeschrittenen Zeit nicht mehr stattfinden könne.

Am Montag rief die Frau Klein erneut an und teilte mit, dass die Gesellschaft einen Zahlendreher hatte. Die Geschädigten hätten nicht 38.500 EUR sondern 83.500 EUR gewonnen. Daher würden die Transportgebühren auch nicht 1000 EUR sondern 4000 EUR betragen. Da bereits 1000 EUR übermittelt wurde, seien nun noch Gebühren in Höhe von 3000 EUR fällig – ebenfalls per Google Play Karten.

Die beiden 60-Jährigen besorgten auch diese Karten in verschiedenen Geschäften und gaben die freigerubbelten Codes am Telefon durch.

Am Dienstag, den 05.04.22, rief die angebliche Mitarbeiterin des Gewinnspielunternehmens erneut an. Es würde doch nicht funktionieren, dass die Gebühren in Höhe von 4000 EUR in zwei Teilbeträgen durchgegeben werden. Sie würde den Betrag in einem Telefonat per Codes durchgegeben benötigen, damit der Gewinn ausgezahlt werden kann. Daraufhin besorgten die beiden erneut Google Play Karten im Wert von 4000 EUR in verschiedenen Geschäften und gaben die Codes am Telefon durch.

Gestern rief die Frau Klein dann zum vierten Mal an und forderte Gebühren in Höhe von 2000 EUR, damit der Koffer mit den Bargeld aus der Asservatenkammer ausgelöst werden kann.

Hier wurden die Geschädigten misstrauisch und sie informierten die Polizei. Bis gestern Abend rief die Tatverdächtige noch mehrfach an, um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen.

Tipps, wie man sich vor dieser Masche schützen kann, gibt es hier: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/gewinnversprechen/

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Nicole Buchfink
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