NB: Betrug per WhatsApp in zwei Fällen geglückt

In den vergangenen Tagen hat die Masche mit dem Betrug per WhatsApp in unserem Zuständigkeitsbereich massiv zugenommen. In allen drei Landkreisen wurden etliche Versuche zur Anzeige gebracht. Glücklicherweise erkannten die meisten Geschädigten den Betrug und es blieb bei Versuchen.

Gestern wurden neben weiteren Versuchen jedoch zwei Straftaten zur Anzeige gebracht, bei denen es den Betrügern gelungen ist, Geld zu erlangen.

In Ribnitz-Damgarten erhielt ein 65-jähriger Deutscher eine WhatsApp von der er annahm, dass sie von seinem Sohn stammte. Ihm wurde darin mitgeteilt, dass das Handy in der Waschmaschine gelandet sei. Die Nachricht sei vom neuen Telefon versandt worden, die alte Nummer könne er getrost löschen.

Kurze Zeit später wurde der Geschädigte gebeten, eine Überweisung vorzunehmen. Dem angeblichen Sohn war dies wegen des defekten Handy nicht möglich. Am Nachmittag wurde eine Summe von 1.830 EUR überwiesen.

Als die Eltern am Abend Kontakt mit ihrem echten Sohn aufnahmen, flog der Betrug auf.

Auch in Neubrandenburg gelang dieser Betrug. Eine 71-jährige Deutsche erhielt die Nachricht, dass das Handy kaputt und dies die neue Nummer sei. Sie speicherte sie sofort unter dem Namen ihrer Tochter ab und löschte damit auch die eigentliche Nummer ihres Kindes.

Kurze Zeit später wurde die Seniorin gebeten, Überweisungen vorzunehmen. Zunächst 995 EUR, dann 1390 EUR und schließlich 1490 EUR. Sie nahm alle drei Überweisungen vor. Gegen 16:30 Uhr wurde sie gebeten, noch einmal 992 EUR zu überweisen. Die 71-Jährige wollte das nun bei ihrer Tochter hinterfragen, hatte allerdings die Nummer überspeichert. Als sie daher bei den Betrügern anrief, nahm niemand den Anruf entgegen. Die Geschädigte überwies dieses Geld nicht, verlor aber dennoch 3.875 EUR. Als sie am Abend ihrem Mann davon erzählte, wurde der Betrug erkannt.

Es ist davon auszugehen, dass die Betrüger diese Masche auch weiterhin versuchen werden. Bitte reden Sie mit Ihren Angehörigen darüber. Machen Sie ein Codewort aus. Wenn Sie solche Nachrichten empfangen, wählen Sie die Ihnen bisher bekannte Nummer Ihrer Angehörigen und fragen persönlich nach. Nehmen Sie keine Überweisungen vor, bevor Sie nicht persönlichen Kontakt hatten.

Rückfragen bitte an:

Nicole Buchfink
Polizeipräsidium Neubrandenburg
Pressestelle
Telefon: 0395/5582-2040
E-Mail: pressestelle-pp.neubrandenburg@polizei.mv-regierung.de