POL-NB: Trunkenheitsfahrt mit einem PKW im Bereich Löcknitz, Landkreis Vorpommern-Greifswald (VG)

Pasewalk (ots)

Am 21.03.2021 um 08:22 Uhr erhielt die Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg Kenntnis darüber, dass von Grambow nach Löcknitz ein stark alkoholisierter Mann mit einem PKW Renault Kangoo fahren soll. Polizeibeamte der Bundespolizeiinspektion Pasewalk stellten das Fahrzeug im Stadtgebiet Löcknitz fest und stoppten es auf dem Parkplatz eines Supermarktes. Trotz des Einsatzes eines Nagelgurtes gelang es dem Fahrer des Renault, sich der Kontrolle zu entziehen. Dabei wurden die Hinterreifen des Renault zerstochen. Trotzdem flüchtete der 47-jährige Mann aus dem Landkreis VG mit seinem PKW auf der Landesstraße 283 in Richtung Retzin. Zwischenzeitlich hatte auch eine Funkstreife des Polizeihauptreviers Pasewalk die Verfolgung des flüchtigen Fahrzeuges aufgenommen. Bei seiner Flucht kam es durch den 47-Jährigen zu konkreten Gefährdungen des Gegenverkehrs, da er immer wieder mit seinem Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn fuhr. Zwischen dem Ortsausgang Löcknitz und dem sogenannten Johannesberg konnte ein Verkehrsunfall nur dadurch verhindert werden, weil der entgegenkommende PKW-Fahrer sein Fahrzeug stark abbremste und auf den Randstreifen fuhr. In diesem Zusammenhang bittet die Polizei um Mithilfe. Sie bittet den Fahrzeugführer des entgegenkommenden Fahrzeuges sich bei der Polizei in Pasewalk (Tel. 039732200), in jeder anderen Polizeidienststelle oder übers Internet (www.polizei.mvnet.de) bei der Polizei zu melden. Auch andere unbeteiligte Zeugen der Ereignisse werden gebeten, Kontakt mit der Polizei aufzunehmen. Da der Renaultfahrer weiterhin in verkehrsgefährdender Weise weiterfuhr, entschlossen sich die Beamten, sich mit dem Funkstreifenwagen vor das flüchtende Auto zu setzen und den PKW auszubremsen, um ihn so an der Weiterfahrt zu hindern. Dieses gelang dann auch. Der 47-Jährige weigerte sich, freiwillig aus seinem Auto zu steigen. Er wurde dann mit körperlicher Gewalt aus dem Fahrzeug geholt, wobei er auch weiterhin aktiven Widerstand leistete. In der Folge musste er am Boden fixiert und gefesselt werden. Er stand unter erheblicher Alkoholeinwirkung (Atemalkohol 3,17 Promille), weiterhin besteht der Verdacht der Einnahme verbotener Betäubungsmittel. Eine beweissichernde Blutprobenentnahme wurde veranlasst. Der PKW Renault war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Im Rahmen der Gefahrenabwehr wurde er sichergestellt. Der Fahrzeugführer war nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Er muss sich jetzt u.a. wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Trunkenheit im Verkehr, Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und, da bei ihm auch noch ein Schlagring aufgefunden wurde, wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz strafrechtlich verantworten.

Im Auftrag

Peter Wojciak, Polizeihauptkommissar, Polizeipräsidium Neubrandenburg, Einsatzleitstelle, Polizeiführer vom Dienst

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