LWL: Polizei warnt vor dubiosen Handwerkern

Ein dubioser Handwerker hat am Dienstag in Marnitz eine Rentnerin zum Abschluss eines Vertrages drängen wollen. Der Unbekannte, der gemeinsam mit einer zweiten Person in einem Kleintransporter auf dem Grundstück der Frau erschien, bot der Frau eine spottbillige Dachreinigung für angeblich nur 10 Euro an. Den Angaben zufolge wollte der angebliche Handwerker das Moos auf dem Dach des Eigenheimes entfernen. Die Frau lehnte das Angebot mehrfach und vehement ab, dennoch verhielt sich der Mann weiterhin aufdringlich und versuchte die Frau mit einer angeblichen Strafzahlung einzuschüchtern. So soll er der Eigenheimbesitzerin eine Strafzahlung angedroht haben, wenn sie nicht auf sein Angebot eingeht. Diese Strafzahlung in Höhe von 200 Euro soll seinen Angaben zufolge durch die Polizei eingetrieben werden. Nachdem die Frau das Angebot zur Dachreinigung weiterhin ablehnte, verschwand der dubiose Handwerker schließlich. Die Frau informierte daraufhin die Polizei, die eine Anzeige wegen versuchten Betruges aufnahm.

Angesichts des Vorfalls weist die Polizei erneut darauf hin, dass die augenscheinlich sehr günstig angebotenen Leistungen solcher „fliegenden Handwerker“ oft nicht fachgerecht und nicht mit der erhofften Qualität ausgeführt werden und Gewährleistungsansprüche im Nachgang in der Regel nicht eingefordert werden können. Nicht selten wird nach Fertigstellung der Arbeiten bzw. Reparaturen ein höherer Preis gefordert, als zunächst vereinbart worden war. Schriftliche Rechnungen werden nach Abschluss der Arbeiten meist nicht ausgehändigt. Um sich vor späteren Schäden zu schützen rät die Polizei, derartige Angebote im Vorwege genauestens zu prüfen oder bestenfalls nicht darauf einzugehen.

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