LWL: Autodiebstahl war offensichtlich vorgetäuscht

Wegen Vortäuschens einer Straftat ermittelt die Kriminalpolizei jetzt gegen einen 33-jährigen Mann aus der Region Hagenow. Ihm wird vorgeworfen, den Diebstahl seines eigenen PKW im November letzten Jahres vorgetäuscht zu haben. Hintergrund war ein mit dem Fahrzeug verursachter Verkehrsunfall am 12. November 2020 in Granzin bei Hagenow, bei dem der Unfallverursacher anschließend unerkannt geflüchtet war. Der PKW war in einer Kurve ins Schleudern geraten und anschließend gegen zwei Bäume geprallt. Am Unfallort traf die Polizei dann nur noch auf das herrenlosen Unfallauto, in dessen Umfeld gestohlene Autokennzeichen entdeckt worden waren. Der zu diesem Zeitpunkt noch unbekannte Unfallfahrer war bereits zu Fuß geflüchtet. Am selben Tag zeigte der 33-jährige Fahrzeughalter den Diebstahl seines PKW bei der Polizei an. Er selbst habe den Aussagen zufolge den Unfall nicht verursacht.

Im Zuge der Spurensuchen am Unfallort stellte die Kriminalpolizei seinerzeit Manipulationen am Zündschloss des Unfallwagens fest. Diese Manipulationen wurden den bisherigen Ermittlungen zufolge offenbar aber erst nach dem Unfall vorgenommen und sollten offensichtlich einen vorausgegangenen Diebstahls des Wagens vortäuschen. Zudem hatte ein Zeuge den Beschuldigten später durch eine Aussage stark belastet. Die Kriminalpolizei geht derzeit davon aus, dass der 33-jährige deutsche Fahrzeughalter an jenen Novembertag selbst am Steuer seines Autos saß und den Unfall verursacht hat. Sollten die weiteren Ermittlungen diesen Verdacht bestätigen, wird gegen den Beschuldigten zusätzlich ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Diebstahls, Kennzeichenmissbrauchs und unerlaubten Entfernens vom Unfallort eröffnet. Die Ermittlungen der Hagenower Kriminalpolizei dauern noch an.

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Updated: 18. Februar 2021 — 13:08