LWL: Gewinnspielbetrüger prellten Frau um 900 Euro

In Parchim haben Gewinnspielbetrüger am Dienstag eine 42-jährige Frau um 900 Euro betrogen. Zuvor hatten die Betrüger die Frau angerufen und einen Bargeldgewinn in Höhe von knapp 40.000 Euro in Aussicht gestellt, der zum Schluss sogar noch verdoppelt wurde. Der Gewinn solle der Frau direkt an der Haustür zugestellt werden. Angeblich von vier Personen, unter denen sich ein Bevollmächtigter der Lottogesellschaft sowie ein Beauftragter der Bundeskasse befinden solle. Allerderdings seinen zuvor Gebühren in Form von Wertkarten fällig.

Dabei handelt es sich um Wertkarten von verschiedenen Internet-Dienstleistern, die in Supermärkten angeboten und deren Geldwert mittels PIN-Nummer zum Kauf im Internet eingelöst werden kann. Die Frau schöpfte zunächst keinen Verdacht, da sie vor gewisser Zeit an einer Lotterie teilgenommen hatte. Sie kaufte die geforderten Guthabenkarten im Werte von 900 Euro in zwei Geschäften und übermittelte anschließend deren PIN-Nummern telefonisch an die Betrüger. Als die Betrüger daraufhin bei einem erneuten Rückruf die vermeintliche Gewinnsumme verdoppelten und dafür weitere Wertkarten forderten, wurde das Opfer misstrauisch und informierte die Polizei.

Erst Ende Januar wurde mit der gleichen Masche ein Rentner in Dömitz um 11.000 Euro geprellt. Der Senior hatte wegen eines vermeintlichen Geldgewinns in mehreren Etappen PIN-Nummern von gekauften Guthabenkarten an die Betrüger weitergegeben. Erst als Verkäuferinnen zweier Geschäfte die Polizei informierten, konnten weitere Betrugshandlungen gestoppt werden.

Angesichts der Vorfälle rät die Polizei: Finger weg von dubiosen Gewinnversprechen! Meist stecken Betrüger dahinter. Seriöse Lotteriegesellschaften und Unternehmen verlangen für Gewinne kein Bargeld. Also niemals Geld oder Gutschein-Codes an Fremde überweisen bzw. übermitteln.

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