LWL: Senior durchschaut Enkeltrick – Betrugsgeschehen weiter auf hohem Niveau

In Wittenburg hat ein lebensälterer Mann am Mittwoch einen sogenannten Enkeltrickbetrug vereitelt. Der Mann wurde von einem Unbekannten angerufen, der sich als leiblicher Sohn ausgab und um 23.000 Euro bat. Dieses Geld benötige der angebliche Sohn dringend, da er nach einem Verkehrsunfall nun die Reparaturkosten für sein Auto aufbringen müsse. Wortgewandt sprach das Opfer den vermeintlichen Sohn daraufhin direkt auf diesen Betrugsversuch an und sagte ferner, dass er seinen leiblichen Sohn jetzt anrufen werde um herauszufinden, ob er auch wirklich der Anrufer gewesen sei. Daraufhin beendete der Betrüger umgehend das Telefonat.

Im Ergebnis schätzt die Polizei ein, dass das Opfer am Telefon völlig richtig gehandelt hat und deshalb vor Schaden bewahrt wurde. Der direkte Rückruf bei den tatsächlichen Angehörigen schafft in jedem Fall Klarheit und schützt vor solchen Betrugsstraftaten. Zudem appelliert die Polizei erneut, niemals Bargeld an Fremde zu übergeben.

In den ersten 9 Monaten des laufenden Jahres wurden der Polizeiinspektion Ludwigslust insgesamt 143 derartiger Straftaten gemeldet, bei denen Enkel- und Gewinnspielbetrüger sowie falsche Polizisten am Telefon versuchten, insbesondere lebensältere Menschen mit verschiedenen Tricks zu täuschen. In 9 Fällen kam es zu vollendeten Taten, also zur Übergabe von Bargeld. Dabei ist nach bisherigen Erkenntnissen ein Gesamtschaden in Höhe von mehreren Zehntausend Euro entstanden. Im Gesamtverlauf des vergangenen Jahres hatte die Polizeiinspektion Ludwigslust insgesamt 245 derartige Straftaten registriert.

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