GÜ: Flüchtender Radfahrer war mit Haftbefehl gesucht

Am Wochenende führte in Güstrow die Fahndung nach einem zuvor geflüchteten Radfahrer zu einer Vollstreckung eines Haftbefehls.

In der Nacht vom 02.04. zum 03.04. kamen den Beamten in der Liebnitzstraße in Güstrow zwei Fahrradfahrer entgegen, wobei einer der beiden ohne Licht fuhr. Nachdem der Funkstreifenwagen zur Durchführung einer Verkehrskontrolle wendete, erhöhten beide deutlich ihre Geschwindigkeit. Der Fahrradfahrer ohne Licht stoppte plötzlich, sprang vom Rad und flüchtete über eine Wiese. Die Beamten stellten das Fahrrad sicher. In der Lenkertasche befanden sich neben dem Smartphone auch der Personalausweis des Geflüchteten. Die Überprüfung seiner Personalien ergab, dass gegen den 24-jährigen Deutschen ein Haftbefehl über eine Haftdauer von drei Jahren und acht Monaten vorlag. Die weiteren in der Nacht durchgeführten Fahndungsmaßnahmen blieben erfolglos.

Am nächsten Morgen ergaben sich neue Ermittlungsansätze zu möglichen Aufenthaltsorten. Unter anderem meldete sich die vermeintliche Eigentümerin des sichergestellten Fahrrades im Polizeihauptrevier Güstrow. Kurz darauf klingelten die Beamten an ihrer Wohnungstür und die sichtlich überraschte Frau ließ sie in die Wohnung. Im Kinderzimmer konnte der geflüchtete Fahrradfahrer angetroffen werden. Der 24-Jährige versuchte sich zwischen einer Wand und einem Bett unter einer Decke zu verstecken. Nachdem er erkannte, dass seine List durchschaut wurde, ließ er sich widerstandslos festnehmen. Im Anschluss verbrachten die Beamten den jungen Mann in die Justizvollzugsanstalt Bützow.

Daniel Zeschmar

Polizeihauptkommissar, Polizeihauptrevier Güstrow

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