Berlin: Unzulässiger Lärm – alkoholisierte Mieterin leistet Widerstand

Polizeimeldung vom 26.04.2020
Spandau
Nr. 1003
Bereits in der Nacht zu Samstag wurde die Polizei in Wilhelmstadt alarmiert, weil in einer Wohnung in der Sandstraße mutmaßlich seit mehreren Stunden lautstark gefeiert worden war. Beim Eintreffen gegen 1.45 Uhr nahmen die Polizeikräfte bereits beim Betreten des Wohnhauses laute Geräusche offenbar mehrerer Personen wahr. Als ein Beamter die Personalien der 34-jährigen Wohnungsinhaberin aufnehmen wollte, versuchte sie, die Wohnungstür vor den Einsatzkräften zuzuschlagen. Im weiteren Verlauf der Maßnahmen soll die 34-Jährige immer wieder nach den Polizeikräften geschlagen und getreten und hierbei auch versucht haben einen Polizisten die Treppe hinunter zu stoßen. Ein Beamter wurde durch die Tritte und Schläge leicht verletzt.
Da die Frau offenbar stark alkoholisiert war, brachten sie die Einsatzkräfte zum Polizeiwagen, um sie zur Blutentnahme zu fahren. Hierbei, sowie beim Versuch, sie in das Fahrzeug zu setzen, trat die inzwischen an den Händen Gefesselte wiederholt nach einer Beamtin und traf sie im Unterleib. Beim Unterbinden ihrer fortgesetzten Attacken im Wagen erlitt die 34-Jährige eine Schürfwunde an der Oberlippe. Eine ärztliche Behandlung lehnte sie ab.
Auch im Polizeigewahrsam setzte die Frau ihre Widerstandshandlungen fort und wehrte sich stark gegen die Durchführung der Blutentnahme.
Neben der Wohnungsmieterin hatten die Polizeikräfte in der Wohnung weitere vier Frauen im Alter von 32, 35, 37 und 41 Jahren sowie einen 15-jährigen Jugendlichen angetroffen. Gegen die Gäste der Mieterin fertigte die Polizei Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen des Verstoßes gegen die Eindämmungsverordnung. Gegen die 34-Jährige ermittelt die Polizeidirektion 2 zudem wegen Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Die leichtverletzten Polizeikräfte verblieben im Dienst.