WE: Achtung! Betrüger nutzen Messengerdienste

Wetteraukreis: Achtung! Betrüger nutzen Messengerdienste

Bereits seit einiger Zeit stellt das Betrugskommissariat der Wetterauer Kriminalpolizei immer wieder Fälle von Betrugsversuchen über den Messengerdienst „WhatApp“ fest. Zuletzt am Mittwochvormittag.

Gegen 10 Uhr erhielt eine 66-jährige Frau aus Friedberg auf ihrem Smartphone eine Nachricht von einer ihr unbekannten Nummer. Der Verfasser gab sich als Tochter der Frau aus und verwickelte diese in einen Chat.

In diesem ging es darum, dass das Handy der Tochter beschädigt worden sei und sich nun nicht mehr bedienen lasse. Da mehrere dringende Zahlungen ausstünden, die aufgrund des defekten Mobilgerätes jedoch nicht veranlasst werden könnten, bat die vermeintliche Tochter die Geschädigte darum, diese Überweisungen zu tätigen. Den fälligen Betrag würde sie natürlich umgehend zurückerhalten.

Die 66-Jährige, die bereits von derartigen Betrugsmaschen gehört hatte, beendete die Unterhaltung, um ihre Tochter auf der ihr bekannten Mobilnummer anzurufen. Im Gespräch wurde schnell klar: Bei der Tochter war alles in Ordnung; auch ihr Handy war funktionsfähig. Und natürlich waren keine dringenden Transaktionen fällig.

Die Frau erstattete Anzeige.

Hinweis für die Redaktionen: Das beigefügte Bild darf im Rahmen der Berichterstattung gerne verwendet werden!

In diesem Zusammenhang möchte ich auch auf eine Meldung vom 28.02.2022 der Polizeipressestelle in Marburg hinweisen, welche einen ganz ähnlichen Fall anschaulich beschreibt und außerdem wichtige Verhaltenstipps nennt. Diese ist abrufbar unter https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43648/5158489.

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Tobias Kremp

Pressesprecher

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Anbei der Text:

Betrug über WhatsApp

„Hi Papa, mein Handy ist kaputt und ich nutze jetzt ein anderes. Das ist meine neue Nummer, die andere kannst du löschen“.

Wie würden Sie reagieren, wenn Sie diese Nachricht per WhatsApp erhalten? Die Nummer abspeichern und wie gewohnt mit Ihrem erwachsenen Kind schreiben?

Bei der aktuellen Betrugsmasche folgen daraufhin Nachrichten, in denen der vermeintliche Nachwuchs um Geld bittet. Spätestens hier sollten Sie aufpassen, denn es könnte sich um Betrüger handeln.

So passierte es auch Mitte Februar einem in Biedenkopf lebenden Pensionär. Nachdem er die neue Nummer seiner angeblichen Tochter erhielt, folgten Geldforderungen. Diese enthielten die Erklärung, dass aufgrund des neuen Handys der Zugriff auf das eigene Konto nicht möglich sei und daher die Eltern gebeten werden, Geld an einen Empfänger zu übersenden. In diesem Fall ging es um 2.150 Euro. Blöd nur für die Betrüger, dass es sich bei dem Pensionär um einen ehemaligen Polizeibeamten handelt, der die Masche durchschaute und kein Geld überwies. Stattdessen erstattete er Anzeige.

Diese Masche ist seit mehreren Monaten auf dem Vormarsch und die Betrüger gehen, wie bei vielen Betrugsarten, sehr geschickt vor. Die Kriminalpolizei Marburg-Biedenkopf bittet daher um erhöhte Aufmerksamkeit und um das Beachten folgenden Tipps:

– Speichern Sie nicht sofort die unbekannte Nummer ab. Überprüfen
sie erst, ob es sich bei der neuen Nummer tatsächlich um die
Ihres Kind oder Ihres Verwandten handelt. Hierzu eignet sich
nicht die Chatfunktion. Besser ist ein Anruf oder optimaler
Weise ein Video-Anruf.
– Überweisen Sie kein Geld, ohne vorher mit dem betreffenden
Angehörigen gesprochen zu haben.
– Falls Sie mit Festnetz- oder Handynummer im Telefonbuch stehen,
veranlassen Sie das Löschen der Nummern. So erschweren sie
Betrügern das Leben.
– Reden Sie mit Freunden und Verwandten über die Betrugsmaschen.
– Informieren Sie die Polizei, wenn Sie Opfer eines Betrugs
geworden sind!
Yasmine Hirsch, Pressesprecherin

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Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Mittelhessen
Polizeidirektion Wetterau
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Grüner Weg 3
61169 Friedberg
Telefon: 06031-601 150

E-Mail: pressestelle-wetterau.ppmh@polizei.hessen.de