GI: Siegesfeiern auch in Mittelhessen

Der Finalsieg der Frankfurter Eintracht beschäftigte heute Nacht auch die mittelhessische Polizei. Das Gros der Einsätze stellten Ruhestörungen dar. Vereinzelt wurden Böller- oder Raketenabschüsse gemeldet, allerdings mussten Polizistinnen und Polizisten in Gießen und Marburg auch konsequent einschreiten.

Gegen 01.00 Uhr versammelten sich rund 250 Fußballbegeisterte am Uni-Vorplatz in der Ludwigstraße in Gießen. Sie blockierten die Fahrbahn und umringten Fahrzeuge. Hierbei trug ein betrunkener Fan Verletzungen an einem Fuß davon, nachdem ihm ein Reifen darüber gerollt war. Weil er mit den Fäusten auf die Motorhaube eines Funkwagens trommelte und einen Schaden von rund 500 Euro zurückließ, nahmen Polizisten einen 26-Jährigen fest. Währenddessen solidarisierten sich einige Passanten mit dem Gießener und setzten die Streifenbesatzung kurzzeitig unter Druck. In der Folge verstärkte die Polizei deutlich ihre Präsenz in der Ludwigstraße und sperrte die Fahrbahn für den Verkehr. Nach Lautsprecherdurchsagen verließen die Feierenden die Fahrbahnen wieder und sammelten sich auf dem Uni-Vorplatz, auf dem bis ca. 02.00 Uhr weiter gefeiert wurde. Der 26-Jährige pustete 1,99 Promille und wurde im Polizeigewahrsam ausgenüchtert. Seine Rechtfertigung ließ die Ordnungshüter kopfschüttelnd zurück: man dürfe doch auch mal betrunken auf einen Streifenwagen trommeln, das mache doch jeder mal, so seine Begründung. Einschränkend erklärte er, dass er dies bei einem Rettungswagen selbstverständlich nicht getan hätte. Den Gießener erwartet eine Strafanzeige wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung.

In Marburg wurde eine Funkstreife zu einer Ruhestörung in der Oberstadt gerufen. Hier beschimpfte und beleidigte der Gast eines Lokals die Kollegen. Die Polizisten stellten seine Personalien fest und sprachen einen Platzverweis gegen den Mann aus. Auf ihn kommt nun eine Strafanzeige wegen Beleidigung zu.

Guido Rehr, Pressesprecher

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