OH: Geschwindigkeitsmessung auf der A 4 bei Bad Hersfeld – Trauriger Spitzenwert festgestellt

Kirchheim. Im vergangenen Jahr ereigneten sich auf osthessischen Straßen 316 Verkehrsunfälle mit getöteten oder schwerverletzten Personen aufgrund überhöhter Geschwindigkeit. Die Anzahl dieser Unfälle sank damit im Vergleich zum Vorjahr um 23, was den niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre bedeutet. Trotzdem bleibt zu schnelles Fahren die Hauptursache für Verkehrsunfälle mit Personenschaden.

Die osthessische Polizei legt daher nach wie vor ein besonderes Augenmerk auf die Bekämpfung dieser Unfallursache. Unter anderem wird dazu seit mehreren Jahren ein mobiler Geschwindigkeitsmessanhänger eingesetzt. Das Messgerät steht derzeit auf der A 4 – im Bereich einer Baustelle zwischen dem Kirchheimer Dreieck und der Anschlussstelle Bad Hersfeld – und misst dort längerfristig die gefahrenen Geschwindigkeiten.

Leider wurde nun von der Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld ein neuer „Geschwindigkeitsrekord“ dokumentiert. Bei erlaubten 80 km/h war am Sonntagmorgen (15.05.) eine Autofahrerin aus dem Berliner Land mit ihrem BMW viel zu schnell unterwegs. Nach Abzug der Toleranz ergab sich eine Geschwindigkeit von 159 km/h. Das bedeutet, sie fuhr 79 km/h zu schnell in einem engen Baustellenbereich mit zwei Fahrspuren.

Als Folge der Raserei wird auf die Frau ein Bußgeld in Höhe von 700 Euro, ein dreimonatiges Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg zukommen.

Bremsweg bei höheren Geschwindigkeiten erheblich länger

Schlimmer zu bewerten sind jedoch die potentiellen Folgen eines Verkehrsunfalls mit einer derartigen Geschwindigkeitsüberschreitung. Der Bremsweg verlängert sich bei doppelter Geschwindigkeit um das Vierfache. Inklusive der Reaktionszeit ergibt sich bei 80 km/h ein Anhalteweg von circa 90 Metern. Im Gegensatz dazu beträgt der Anhalteweg bei circa 160 km/h etwa 300 Meter. Diese Zahlen zeigen, dass es für Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer erheblich schwieriger ist, bei der plötzlichen Entstehung einer Gefahrensituation rechtzeitig zu bremsen oder auszuweichen.

Dokumentierte Geschwindigkeitsüberschreitung kein Einzelfall

In den vergangenen beiden Wochen passierten 192.911 Fahrzeuge den Messanhänger. In 1.567 Fällen – das ist nahezu jedes hundertste Fahrzeug – waren die Fahrzeugführinnen und Fahrzeugführer im Baustellenbereich der A 4 zu schnell unterwegs. Diese Ergebnisse zeigen die Wichtigkeit von Geschwindigkeitsüberwachung. Um für mehr Verkehrssicherheit zu sorgen, wird die osthessische Polizei ihre Arbeit in diesem Bereich auch weiterhin fortführen.

(PB)

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