MR: Betrüger im Hinterland mit der Masche „Falsche Polizeibeamte“ erfolgreich – Kripo Marburg sucht dringend nach Zeugen

Hinterland

(Nachtrag zur gestrigen (Eil)Meldung und Ergänzung zu mehreren Presseinformationen der Polizei Marburg-Biedenkopf in den letzten vier Wochen) Landkreis (Hinterland) Gestern warnte die Polizei aus aktuellem an Anlass vor den Anrufen angeblicher Polizeibeamter. Heute gibt es Einzelheiten zu dem Fall, bei dem die Betrüger eine fünfstellige Summe erbeuteten . Die Geldübergabe fand zwischen 13.30 und 14 Uhr in Günterod statt. Man hatte sich in der Bischoffer Straße getroffen. Die Seniorin übergab einem wartenden, weinenden ca. 1,65 bis 1,70 Meter großen, kräftigen bis dicken Mann mit südländischem Aussehen das Kuvert mit ihren Ersparnissen. Der Mann war wahrscheinlich in Begleitung zweier weiterer Männer, die möglicherweise in einem Fahrzeug oder etwas abgesetzt, eventuell in der Günteroder Straße, warteten. Wer hat die Übergabe beobachtet? Wer kann weitere Angaben zu dem Mann, seiner Fluchtrichtung und einem eventuell bestiegenen Fahrzeug machen? Wer kann sich zur relevanten Zeit an ein ortsfremdes, eventuell besetztes oder wartendes oder augenscheinlich suchendes Fahrzeug erinnern und nähere Angaben zum Auto und dem oder den Insassen machen? Wem sind die vermutlichen Begleiter aufgefallen? Hinweise bitte an die Kripo Marburg, Tel. 06421 406 0. Wie gemein, hinterhältig und gezielt die Betrüger vorgehen, zeigt sich leider auch wieder in Günterod. Der Anruf erreichte die Seniorin am Donnerstag, 03. Dezember, gegen 11.45 Uhr. Ein angeblicher Polizist informierte darüber, dass die Enkelin in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt sei, bei dem ein Mensch ums Leben kam. (Hinweis: „Einen solchen Anruf würde die Polizei niemals machen!“) Der Anruf, der sich dann ununterbrochen über fast zwei Stunden hinzog, führte dazu, dass die Seniorin alle ihre daheim liegenden Ersparnisse zusammenraffte um zum Wohl und Schutz der Enkelin den vom angeblichen Unfallopfer geforderten Schadenersatz zu leisten. Der Anrufer dirigierte sein Opfer dann zum Treffpunkt, wo ein Angehöriger des Unfallopfers begleitet von zwei Kriminalbeamten wartet. Tatsächlich nahm in der Bischoffer Straße ein einzelner wartender und weinender Mann den Umschlag entgegen. Er verschwand zu Fuß in der Günteroder Straße. Wie es von dort weiterging, ist nicht bekannt. Der Betrug kam erst nach dem Telefonat des Opfers mit anderen Angehörigen heraus. Die anschließende Fahndung der Polizei blieb erfolglos.

„Die Polizei ruft niemals an, um über Unglücksfälle zu informieren, um über Festnahmen zu berichten oder um auf eventuell bevorstehende Straftaten hinzuweisen. Die Polizei kommt nie vorbei, um irgendwelches Vermögen mit welchem Ziel auch immer abzuholen und die Polizei erfragt am Telefon keine persönlichen Daten.“ Hinweise und Tipps zu den Vorgehensweisen und zum Schutz vor Betrügern am Telefon wie z.B. zu den Betrugsphänomenen Anrufe falscher Polizeibeamter, Enkeltrick oder Schockanrufe finden Sie im Internet unter www.polizei-beratung.de oder auf der Präventionsseite unter www.polizei.hessen.de/Prävention „Geben Sie diese Hinweise mit der Bitte um Weiterverbreitung weiter. Informieren Sie Freunde, Bekannte, Verwandte. Informieren und instruieren Sie potentielle Opfer, meist ältere Menschen, wie sie sich bei einem solchen Anruf verhalten sollen!“

Martin Ahlich

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