MR: Falschgeld, Widerstand und versuchte Gefangenenbefreiung

Marburg

Der Fund von offensichtlichem Falschgeld in einer Bar in der Oberstadt führte in der Nacht zum Samstag, 14. März, zu einem folgenreichen Polizeieinsatz mit mehreren Streifenwagen. Im Ergebnis stehen jetzt Ermittlungen u.a. wegen des Inverkehrbringens von Falschgeld, Widerstands gegen und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, versuchter Gefangenenbefreiung sowie wegen der Verstöße gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz. Die Polizei wurde gegen 04.35 Uhr zu der Bar gerufen, weil man im Kassenbestand und auf der Tanzfläche Falschgeld, es handelte sich um falsche 50 Euro-Scheine, gefunden hatte. Der Sicherheitsdienst der Bar wies auf drei Verdächtige Männer hin, die diese Scheine an andere Gäste verschenkt aber offenbar auch zum Bezahlen genutzt haben sollen. Zwei der drei polizeibekannten Männer im Alter von 21, 28 und 31 Jahren, waren absolut unkooperativ und höchst aggressiv. Die von ihnen angegriffenen Polizeibeamten mussten zur Abwehr und Durchsetzung der vorläufigen Festnahme das Pfefferspray und den Schlagstock einsetzen. In und vor der Bar versuchten mehrere Personen die Festnahme und den Abtransport zu verhindern und sogar die Festgenommenen aus dem Streifenwagen zu befreien. Die Polizei konnte dies letztlich nur durch die Androhung weiterer Zwangsmaßnahmen unterbinden. Bei der Durchsuchung von zwei der drei Tatverdächtigen fand die Polizei weiteres Falschgeld. Bei den 50 Euro-Scheinen handelt es sich bei näherem Hinsehen um deutlich erkennbare Farbkopien ohne jedes Sicherheitsmerkmal. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Marburg ordnete der zuständige Bereitschaftsrichter des Amtsgerichts Marburg die Durchsuchung der Wohnung des 31jährigen Beschuldigten an. Hierbei stellte die Polizei mehrere Schlagringe und fast 50 Gramm Marihuana sicher. Die Polizei entließ die Tatverdächtigen nach Durchführung der notwendigen Maßnahmen aus dem Gewahrsam, da keine Haftgründe vorlagen. Die Ermittlungen, insbesondere zu den Verdächtigen der versuchten Gefangenenbefreiung, sowie zur Herkunft des Betäubungsmittels und der Falsifikate dauern an.

Martin Ahlich

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